Ich habe es schon so oft geschrieben:

Wenn das Bürgergeld zur Sicherung des EXISTENZMINIMUMS zu nahe an den unteren Einkommen ist, stimmt was mit der Höhe der unteren Einkommen nicht.

Nicht umgekehrt.

Und dass es staatlich subventioniert wird, dass Unternehmen so mies zahlen, dass Menschen davon nicht leben können, ist der wirkliche Skandal.

"Wenn Ihr Einkommen nicht für Ihren Lebensunterhalt beziehungsweise den Ihrer Bedarfsgemeinschaft reicht, können Sie es mit Bürgergeld ergänzen (umgangssprachlich: aufstocken)."

https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/buergergeld/finanziell-absichern/einkommen-ergaenzen

Einkommen mit Bürgergeld ergänzen | Bundesagentur für Arbeit

Reicht Ihr Lohn nicht für den Lebensunterhalt, können Sie ihn mit Bürgergeld aufstocken. Jetzt informieren!

@lovinurbanism
Es gibt (1) Löhne, die nicht zum Leben reichen. Die muss der Staat dann (2) auffangen, weil er es nicht verbietet. Was (3) dazu führt, dass wir alle das querfinanzieren.
Oder kurz: staatlich geförderte Umverteilung von unten nach oben.

@klaus_we @lovinurbanism also naja, wenn wir als gesellschaft diese art der "lohn"arbeit billigen, dann könnte man auch einfach sagen fuck it und das nicht aufstocken.

der effekt wäre dann sehr schnell, dass es diese löhne nicht mehr gibt, weil die sich ja kein Arbeitnehmer mehr "leisten" kann.

in der aktuellen form supporten wir als gesellschaft diese ausbeutung

@brahms @lovinurbanism
Solange es noch jemanden gibt, dem es schlecht genug geht, auch diese Arbeit mit eben dieser Bezahlung zu erledigen, wird es solche Löhne geben.

Und Betroffene haben dann möglicherweise mehrere Jobs, die jeweils einzeln nicht hinreichend sind, aber zusammen das Überleben - und nur das - ermöglichen.

@brahms @lovinurbanism
Hinzukommt, dass diese Menschen besonders leicht ausgebeutet werden können, da sie keine Alternativen haben und natürlich auch keine Rücklagen. Das Überleben heizen hängt am Arbeiten-können heute - jeden Morgen auf‘s Neue.

@klaus_we @lovinurbanism ich finde nur die aktuelle art damit umzugehen insofern beschissen, weil man ja einerseits sagt, es gibt ein existenzminimum und auf der anderen seite gibt es aber menschen, die zwar vollzeit arbeiten, aber dieses minimum damit nicht erfüllen.

entweder verdienen die das oder nicht (aus sicht des staates/der gesellschaft), aber diesen zwischenweg zugunsten der prekären arbeitsplätze finde ich komplett falsch

@brahms @lovinurbanism
„zugunsten prekärer Arbeitsplätze“ …?