Interessanter Background- und Recherche-Artikel über den neulichen Strom-Blackout auf der gesamten iberischen Halbinsel. Viele von uns haben ja irgendwo gelesen und verinnerlicht, dass das wohl alles mit dem erneuerbaren Flatterstrom zu tun habe. Doch das war alles wieder nur die übliche Energiewendegegner-Propaganda. Die Ursachenforschung geht zwar noch weiter, aber dass einfach nur die spanische Sonne zu viel Input geliefert hat, kann ausgeschlossen werden.
https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2025/05/22/was-ueber-die-rolle-von-solarstrom-beim-blackout-in-spanien-und-portugal-bekannt-ist/
@StefanMuenz Mein Mann erzählte, dass diese Woche (?) wohl auch das gesamte Handynetz dort ausgefallen sei und ich meinte ironisch: "Ah, in Spanien wird der Blackout getestet."
*habdenArtikelnochnichtgelesen*
@PaulaSouris @StefanMuenz kleine Korrektur: unser Festnetz war weg, auch nur von Telefonica. Handynetz, auch Telefonica/Movistar hat noch funktioniert. Aber dummerweise liegen zB die Notrufnummern in einigen Teilen über Telefonica. Es wurden dann schnell alternative Rufnummern zur 112 in den betroffenen Teilen bereitgestellt. Aber ja, wieder ein nerviger Tag hier unten - aber wie der Blackout vorher auch wurde er von den Spaniern mit Gelassenheit ertragen.
@codingGarden Stimmt. DE hätte hyperventiliert ;-)
@PaulaSouris
@StefanMuenz Klar gibt nicht keinen einzigen Grund (zB zu viel Sonnenstrom) für den Blackout - monokausal ist auch hier nichts. Das war ein komplexes Zusammenwirken von verschiedenen Faktoren, wie im Artikel ja beschrieben ist und dann kam klar ein Domino-Effekt dazu. Warum die 15 GW Sonnenstrom innerhalb von 5 Sekunden weggefallen sind (wohl automatische Abregelung wegen Frequenzabweichung), wäre noch zu untersuchen. Dass sowas ein schlecht ins europäische Verbundsystem integrierte Netz kaum auffangen kann, ist wohl auch klar.
@StefanMuenz ja, dass ist in meiner Fachblase ziemlich schnell klar gewesen, mit den ersten Frequenzdaten aus Deutschland, Spanien und Lettland oder so.
Die anderen Vermutungen habe ich nirgendwo mehr gelesen, das kam nur ganz am Anfang kurz auf, aber war schnell widerlegt.
@utzer Es mag nur ein anfänglicher "Erklär-Reflex" gewesen sein, aber der war laut genug, um in 100 Mio. Hirnen anzukommen. Der Rest, also die tatsächlichen Ursachen, werden niemals mehr diesen Nachrichten-Peak erreichen. Und so denken die 100 Mio. Hirne halt, dass es wohl so gewesen sei mit dem Flatterstrom. DAS ist das eigentliche Problem.
@StefanMuenz Aber das ist leider ja so oft bei Ereignissen, bei denen man selber ein bisschen Wissen hat, um es einordnen zu können: Was die Medien sehr oft an ungenauer oder sogar falscher Information weitergeben, ist einfach nur schlimm. @utzer
@hiker ja, dabei gibt es Dutzende Experten die schon kurz nach dem Blackout "öffentlich" (Walled Garden LinkedIn bspw.) darüber diskutiert haben und analysiert haben.

Medien sind oft nicht hilfreich.

@StefanMuenz
@utzer Dieser Garten fehlt mir leider... 😉 @StefanMuenz
@StefanMuenz die andere Erklärung versteht aber auch kaum einer, auch wenn es kein Hexenwerk ist, aber Grundlagen E-Technik muss man schon drin haben um sowas zu verstehen.

Das sowas anfangs hochkam ist halt schon der Fehler, wer annimmt ein Fehler oder eher Wechselwirkungen in einem komplexen System sind schnell und einfach zu verstehen... Da liegt schon das Problem.
@StefanMuenz evtl. Sabotage bei Wechselrichtern? @HonkHase arbeitet dazu...
@StefanMuenz warum scheint bei uns nicht auch die „spanische sonne“ Ich hatte noch nie eine Überproduktion, ich muss immer noch Strom kaufen❗️🧐
@pop3montag Da geht es denke ich weniger um Dach- oder Balkon-PV aus privaten Quellen, sondern eher um so was:
https://www.3sat.de/wissen/nano/240605-green-deal-solarparks-in-spanien-nano-102.html
Green Deal: Solarparks in Spanien

In Spanien entstehen mit Hilfe von EU-Geldern rund 4.500 riesige Solarparks. Viele Landwirte verpachten ihr Land oder werden kurzerhand enteignet. Die Anwohner fühlen sich überrollt.

3sat
@StefanMuenz ja, hätte ich auch gern, aber mein Garten ist zu klein.😭

@StefanMuenz
TIL
> Es gebe jedoch auch „prinzipiell die Möglichkeit mit Wechselrichtern sogenannte virtuelle Trägheit bereitzustellen und ein netzdienlicheres Verhalten zu gewährleisten“

Das ist dann wieder eine Funktion, wo es zehn Jahre dauert, sie verpflichtend zu machen, und dann weitere zwanzig bis sie in der Fläche im notwendigen Maße ausgerollt ist...