Sehr gute Frage – und ehrlich gesagt: Ich kann sie nicht endgültig beantworten.
Als Biochemikerin/Chemikerin in der Neuroonkologie liegt mein Fokus auf molekularen Prozessen – meine „Neuroscience-Ausbildung“ ist biochemisch geprägt.
Viele Expert:innen sind sich einig:
Für „Denken“ oder „Fühlen“ braucht es mehr als neuronale Aktivität – etwa:
🔹 komplexe Verschaltung
🔹 Rückkopplungsschleifen
🔹 sensorischen Input
🔹 integrierte Hirnregionen
🔹 stabile Langzeitstruktur
Davon sind Organoide – so faszinierend sie sind – weit entfernt.
Unsere Organoide zeigen z. B. spontane neuronale Aktivität – Kalziumsignale, synaptische Interaktionen. Aber:
Sie haben kein Input-Output-System, keine Selbstwahrnehmung, keine echte funktionelle Integration.
Wie groß ein neuronales System mindestens sein muss, um Bewusstsein zu entwickeln?
Das ist noch nicht geklärt – aber wir sind weit davon entfernt.
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