573 anerkannte Impfschäden bei 65 Millionen Geimpften und 182 Millionen Impfdosen zeigen, wie unglaublich sicher die Impfungen sind. Bei über 180.000 Todesfällen durch Corona sollten wir eher Aufklärung fordern, wie viele Tode Querdenker mit Lügen und Panikmache über die Impfung verursacht haben.

@volksverpetzer.de @Blahster @volksverpetzer.de Ich weiß, dass anektdotische Evidenz keine wissenschaftliche doppelblind gesicherte Studienlage ersetzt. Ich kenne aber auch die methodischen Schwächen der Methoden, die zu so übersteigernden Aussagen wie "die Impfung ist sicher" (gilt halt nur für Menschen ohne bestimmte Vorerkankungen) oder "die Impfung schützt vor Infektion" (nachweislich falsch) oder "die Impfung sorgt für leichtere Verläufe" (bis heute nur dünne Studienlagen) führen. Guter Wissenschaftler ist zuvorderst der, der zugeben kann, dass er weiß, dass er so gut wie nichts weiß. Von solchen habe ich in den Pandemiejahren in den Medien kaum welche gesehen. Andererseits steht hinter jeder anekdotischen Evidenz im Bereich der Medizin steht das Schicksal eines Menschen. Deswegen muss der einzelne Mensch stets die Freiheit haben, sich für oder gegen eine medizinische Therapie entscheiden zu können. Ausnahmen von diesem Grundsätz bedürfen einer deutlich besseren Studienlage als die, die wir bei den Corona-Impfungen zu diesem Zeitpunkt hatten (oder einer deutlich gefährlicheren Krankheit, als Corona eine ist). Für mich haben wir das Paradebeispiel für eine Politik, die keine Fehler mehr eingestehen kann. Am Anfang dachte man, dass eine krasse Viruspandemie droht, wie man sie aus Hollywoodfilmen kennt. Deswegen habe ich zu Anfang auch alle politischen Maßnahmen unterstützt. Als man dann sah, dass es doch nicht ganz so schlimm ist, konnte man nicht mehr zurückrudern und hat dann einfach immer weiter gemacht. 28 % AFD heute sind auch eine Folge davon.

Um auf Ihr Beispiel einzugehen: Wenn ich am Schlüsselbein ein Geschwür hätte, das zu unerträglichen Schmerzen beim Anschallen führt, und dessen Existenz mein Doktor mir nicht glaubt, in einem hypothetischen Szenario, in dem es noch keine Röntgengeräte noch gibt, so würde ich unangeschnallt (und entsprechend besonders vorsichtig) fahren (wollen). In genau dieser Situation sind mit Borreliose Infizierte mit der Corona-Impfung. Ihre Krankheit wird vom Hausarzt nicht anerkannt, weil Borrelia burgdoferi und sowieso das Phänomen der silent infections noch viel zu wenig erforscht sind. Sie wissen aber, dass jeder Eingriff ins Immunsystem für sie eine besonders hohe Belastung darstellt. Und so zurückgezogen wie es nur geht, um sich nicht mit einer Grippe zu infizieren, leben diese Leute sowieso die ganze Zeit. An diesen Menschen ist in der Pandemie großes Unrecht geschehen. Ich bin in den entsprechenden Selbsthilfegruppen und auch wenn es keine wissenschaftlichen Regeln erfüllt, habe ich dort doch so viele neue Fälle in so großer zeitlicher Korrelation zum Beginn der Impfkampagne gesehen, dass ich da nicht mehr an Zufall glauben kann.

In der Polarisierung zwischen "Wissenschaft kennt die 100%ige Wahrheit" (was völlig Blasphemie ist) auf der einen Seite und Corona-Verschwörungstheorien auf der anderen Seite sind diese Menschen völlig untergegangen.

@tobifant @volksverpetzer.de na hoppla, das scheint win wunder Punkt zu sein bei Ihnen. In einem hypothetisch Szenario, in dem man jeden Moment von einem Meteoriten getroffen werden kann, sollte man sich aucg nicht im Freien aufhalten.

Ich habe während der Corona-Pandemie an vorderster Front im Rettungsdienst gearbeitet, also versuchen Sie nicht mir einen Vortrag über Einzelschicksale zu halten. 1/2

@tobifant @volksverpetzer.de Es gab und gibt mehr als genug Studien, die eine Effizienz der meisten Maßnahmen und besonders der Impfungen belegen.

Dass es wohl keine Hollywood Horror Pandemie eworden ist liegt ja genau an den Maßnahmen, und dass die AfD in dieser Zeit so zugelegt hat, liegt ganz besonders darin, dass sich genügend Leute in der Krise auf Kosten der Allgemeinheit bereichert haben und Andere, die man hätte unterstützen müssen einfach im Stich gelassen wurden. 2/x

@tobifant @volksverpetzer.de sich im Nachhinein hinstellen und Blödsinn zu labern bringt überhaupt nichts. Hätte man von Anfang an das Wissen gehabt, das man jetzt hat, hätte sich das Virus überhaupt nicht zu einer Pandemie entwickelt.
@Blahster @volksverpetzer.de Gut, du hast persönliche Erfahrungen aus dem Rettungsdiensteinsatz und ich habe persönliche Erfahrungen von Personen mit labeilm Immunsystem die die Impfung bekamen, ihres Lebens danach nicht mehr froh wurden und von den Ärzten deswegen auch noch gegaslighted werden. Ich übernehme ausdrücklich kein rechtes Verschwörungsgelaber (vor allem weil ich weiß, dass die Rechten in Deutschland und Österreich erst versuchten, einen besonders harten Coronakurs zu fahren und erst auf ihr "Freiheits"-Thema umschwenkten als sie merkten dass die Härte des Cornakurses der Regierung gar nicht zu toppen ware). Ich sage nicht, dass es schlecht war, dass man schnell Impfstoffe geschaffen, beschafft und ihre Anwendung empfohlen hat. Alles was ich sage: Es gibt in der echten Wissenschaft selten eine absolute Wahrheit, gerade in der Meidzin sind die subjektiven Umstände der Menschen sind vielschichtig und diverser, als eine auf Doppelblind getrimmte Wissenschaft zu erfassen in der Lage ist, und das ist bei der politischen Meinungsfinden zu berücksichtigen. Follow the science ist zwar esser als Follow the Schwurblers, aber man muss jener Wissenschaft folgen, die ihre Aussagen relativiert und Meinungsvielfalt zulässt, und nicht jener, die ihre Aussagen verabsolutiert, weil das ist Pseudowissenschaft. Das ist ein wissenschaftstheoretisches Argument, vielleicht könntest du das ja mal würdigen. Alles was ich sage: Man sollte den politischen Umgang mit dem Thema insgesamt mal kritisch zu beleuchten und sich überlegen, wie man es das nächste Mal ggf. besser machen könnte, damit sich die Menschen weniger abgehängt und alle über einen Kamm geschert fühlen.

@tobifant @volksverpetzer.de das prangere ich ja auch gar nicht an - natürlich muss man die Leute abholen, aber viele wollen nicht abgeholt werden. Viele kommen gar nicht damit zurecht, dass man die Situation anhand neuer Daten auch immer wieder neu bewerten muss.
Es wusste ja auch lange keiner, welche Maßnahme wieviel bringt und an Apelle hat sich kaum jemand gehalten.

Menschen mit labilem Immunsystem sind übrigens auch von Corona härter getroffen worden, nicht nur von der Impfung

@Blahster @volksverpetzer.de An Appelle hätte und hat sich jeder gehalten, der Angst bekommen hat. Da das zu wenig waren, haben Politik und ÖRR angefangen, Angst zu schüren. Und das ist das Verwerflichste, was man als eine verantwortungsvolle Regierung überhaupt machen kann.

Die Frage ist dann, was macht man mit den Idioten, die vernünftige Warnungen ignorieren?

Ich hab da zwei Antworten. Die erste ist: Bei einer wirklich schweren Pandemie wie der Pest der der spanischen Grippe würden nach kurzer Zeit auch die Idioten Angst kreigen.

Unabhängig davon wär ich Im Übrigen wie folgt verfahren: Es wird angesagt, dass, wer ohne Maske oder auf einer dem Vergnügen dienenden Massenveranstatlung angetroffen wird, polizeilich erfasst wird und hinfort a) bei der Triage ganz nach hinten sortiert und b) keinen Zugang mehr zu Unterkünften und notwendigen Massenveranstaltungen erhalten.

Wir lassen sich Leute ganz legal zu Tode saufen oder an Fettsucht sterben, warum lassen wir sie nicht alle Corona kriegen wenn sie unbedingt wollen?

In die endemische Phase der Herdenimmunität sind wir so oder so geraten, der Versuch, das zu verhinden, war von Anfang an aussichtslos.

@tobifant @volksverpetzer.de weil das das Gesundheitssystem hätte kollabieren lassen und das war von Anfang an der Plan gewesen.

Unsere Notaufnahme und auch unser Rettungsdienst ist zu dieser Zeit fast zusammengebrochen, da sich die Einsätze vervielfältigt haben und das Personal natürlich auch krank war. Die Panik musste gar nicht von den Medien inszeniert werden, das war real.

Machen Sie mal mit halber Belegschaft die dreifache Arbeit und dann sehen wit weiter.

@Blahster @volksverpetzer.de Wenn die Regelbrecher erfasst und triagiert worden wären, im Zweifelsfall schon bei der Frage ob der Krankenwagen überhaupt kommt, wärs zwar für diese Leute, aber fürs Gesundheitssystem nicht schlimmer geworden als es eh schon war, oder oder überseh ich da was?

@tobifant @volksverpetzer.de für jedwede Art der Triage wird auch Personal benötigt - und wie stellen Sie sich das vor? Wenn man fragt, lügen die Leute schon am Telefon, wenn der Notruf gewählt wird - in Persona wird einfach weiter gelogen. Zu jedem Fall eine Recherche zu machen ist ziemlich schwierig, gerade weil auch die Polizei chronisch unterbesetzt und auch von Krankheit betroffen war.

Wie gesagt, im Nachhinein lassen sich 100te Möglichkeiten finden, es besser zu machen.

@Blahster @volksverpetzer.de Ich habe jedes Verständnis für Fehlentscheidungen bis zum Ende der ersten Welle. Das war neu und keiner wusste genau was richtig war. Ich kritisiere, dass danach nicht umgedacht wurde und 2022 (!) noch über eine Impfpflicht diskutiert wurde. Ich könnte auch noch über die Schulschließungen und die gestiegene psychische Belastung einschließlich gestiegener Suizidversuche bei Jugendlichen anfangen. Oder mich fragen, ob ein Gesundheitssystem, das nicht mal genug Personal für Triage anhand einer Impfstatusapp (die wir ja hatten!) hat, nicht vielleicht einfach ein politisches Versagen ist, das man spätestens Ende 2021 hätte korrigiert haben können? Ich anerkenne dein subjektives Erleben im Rettungsdienst und finde auch dass sich der Respekt für die Arbeiter im Gesundheitssystem nicht durch Klatschen sondern durch Kooperation zur Vermeidung von schweren Krankheitsverläufen äußern sollte. Andererseits gibt es eben viele Meeschen, die die Pandemie aus unterschiedlichsten Gründen subjektiv ganz anders erlebt haben. Gerade weil man im Nachhinein 100te Möglichkeiten findet, was man besser machen könnte, sollte das Thema aufgearbeitet werden. Nicht damit Köpfe rollen, sondern um Erkenntnisse fürs nächste Mal (das so sicher wie das Amen in der Kirche kommen wird!) zu sammeln.

@tobifant @volksverpetzer.de es wird zu wenig aufgearbeitet, da haben Sie recht, aber das, was die Leute aktuell fordern ist eben genau jene Aufarbeitung, die sie ablehnen: es sollen Köpfe rollen, es sollen Leute für die ganzen "Verbrechen" bestraft werden.

Strafe für alle, die sich an der Allgemeinheit bereichert haben - auf jeden Fall. Aber bitte nicht die Entscheider, die unter höchstem Druck und mit ständig wechselden Informationen klar kommen mussten...

@Blahster @volksverpetzer.de Strafe ist sowieso ein ganz schlechter Ansatz. Ich hab das lange im europäischen Osten beobachtet: Jene, die harte Strafen für Korruption forderten, waren meist selber die korruptesten aller Politiker. Es sollte nicht um Bestrafung gehen sondern um Erkentnisgewinn, um Reformen und besseres Regierungshandeln in der Zukunft.

Den Forderungen nach harten Strafen aus dem populistischen Lager schließe ich mich daher ganz ausdrücklich nicht an. Und neben der laut krakelenden AFD und ihren Vorhoforganisationen gibt es in FDP, CDU und anderen Parteien auch vernünftige Politiker, die eine Aufarbeitung fordern so wie ich das meine. Sollten wir machen, damit die AFD nicht weiter drauf rumreiten kann. Wo bewusstes Fehlverhalten einzelner Politiker zweifelsfrei identifiziert wird, sollten die dann natürlich ihren Posten räumen, damit rechne ich aber gar nicht unbedingt.

@tobifant @volksverpetzer.de wir solöten damit anfangen die Leute richtig aufzzklären und uns einen Dreck darum kümmern, was die AfD davon hält oder daraus machen kann. Diese Ar5chgeigen interessieren mich nicht die Bohne.

Wenn in der breiten Gesellschaft - und besonders in Politik und Medien - Fakten wieder mehr zählen als gefühlte Wahrheiten, versinkt die AfD auch wieder in der Kloake der Geschichte.