Wie kommt es eigentlich, dass man im Winter bei 18º in einem Raum friert, der selbe Raum im Frühling bei 18º aber ganz angenehm ist? Ist das rein psychologisch oder ist irgendwas im Klima hinreichend anders, was die selbe Temperatur angenehmer macht. (Luftfeutchtigkeit ist gleich.)
@343max Ich denke, das hängt mit der Oberflächentemperatur der Wände zusammen. Im Winter sind die wesentlich kälter. Die 18 Grad sind ja Lufttemperatur. Und was du dann fühlst ist eben auch die Strahlungswärme (bzw Kälte).
@bernhard_moser @343max
Ich hab hier eine Wandheizung und darum auch im Winter keine kalten Außenwände. Ich kenne das Phänomen auch aus eigenem Empfinden aus anderen Wohnungen, aber nicht von hier. Daher bin ich recht zuversichtlich, dass diese Erklärung richtig ist.
@schrotie @bernhard_moser Aber die Wände heizen ja nicht so schnell auf und sind ja noch einige Wochen bis Monate eher kalt.
@343max @bernhard_moser Nein, Wandheizung ist technisch wie Fußbodenheizung und heizt innerhalb eines Tages auf. Insbesondere werden die Wände gar nicht erst kalt. Die Wände werden nicht auch beheizt, die Heizung ist in den (Außen-)Wänden.
@schrotie @bernhard_moser Aber ich weiß doch, das meine Wohnung auch im Sommer lange schön kühl bleibt, weil die Wände noch kühl sind auch wenn es draußen heiß ist.
@343max @schrotie @bernhard_moser ich tippe auch auf die Oberflächentemperatur. Das wird nicht zu unterschätzen sein. Du hast entsprechend der Wärmeleitung einen Temperaturverlauf durch die Wand, zusätzlich aber auch einen Wärmeübergang anhand von Konfektion und dadurch eine Grenzschicht an der Wand. Ebenfalls mit einem Temperaturverlauf. Daher hat die Wand auf ihrer Außen- und Innenseite eine zusätzliche Temperaturdifferenz zur Umgebungsluft. Wenn ich jetzt noch die Wärmestrahlung zwischen der Außenseite und dem -270 °C kalten Weltall bei klarer Nacht (Grund für gefrorene Scheiben bei Plusgraden) bedenke, dann wird da schon eine spürbare Temperaturdifferenz über die Grenzschicht auf der Innenseite entstehen können.