Isang Yun: <strong>Memory</strong> (1974)

Listen to Isang Yun: **Memory** (1974) for three voices with percussion - (opening)

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a pro pos Memory, #KlangDa hatte mal einen #Song ,der ging: ‘ich will ‘ner Nonne die Kleider vom Leib reißen, ich will die Spießer in die Waden beißen, ich will Krieg, ich will in Kriiiieg, Weltkrieg eins, zwei, drei!’
ich zeigte den Text im Heft dem Klaus Audersch, der von den legendären 'Charley’s Girls', weil er grad da an der Theke im #RatingerHof saß. aber er meinte nur, "ja und?"
Ja und, ja und? darauf wußte ich nix zu sagen;

#newwave #Düsseldorf #neuedeutschewelle #genialedilletanten

ich dachte, als Schlagzeuger sollte er checken wie gut sich das rhythmisieren läßt, wenn ihm der Inhalt schon nicht gefällt. daß die Aussage fragwürdig war, war mir selber klar; aber das war scheints gar nicht sein Problem.
er wirkte nicht ganz bei der Sache, guckte sich ständig um. wahrscheinlich wartete er auf einen, der den Stoff bringen sollte. (kann ich ja sagen, da er kürzlich gestorben ist.)
unter dem Namen ‘Aqua Velva’ machten sie, also der Bielmeier und er, zur der Zeit ganz verhaltene Synthi-Klänge. der Bielmeier fragte, ob ich was dazu singen kann. An einem schönen Sonntag war ich bei ihm um es mir anzuhören. aber ich konnte grad ehrlich gesagt nicht viel mit anfangen, empfand es als Sonntagsmusik, Frühstücksmusik, und auf der Orgel in der Kirche gespielt wär’s auch nicht weiter aufgefallen; ich war grad härter drauf
...wie auch jetzt wieder
wie auch jetzt grad, wo ich den Song glatt nochmal machen könnte, weil ich das Gefühl hab, als könnte die Welt grad 'en Schuß Provokation gebrauchen.
Der Punkt ist, dass wir die Initiative wieder übernehmen müssen, #offensiv statt uns von so Pappnasen und Clowns in die Defensive drängen lassen. "Now, who's bad? I'm bad!" wenn du weisst was ich mein' (wenn nicht, muss ich noch ein paar Geschichten erzählen, oder du liest sonstwo über #musik #pop #music history.)
'ne kleine Geschichte fällt mir gleich ein: die #Crass spielten im #OkieDokie Sie hatten grad ne Platte raus und waren der totale Hype. Wenn man mit der Straßenbahn zum OkieDokie fuhr, war die Haltestelle gerade auf dem Huppel, wo unten eine Unterführung durchging. Und von da oben sah man die Lokalität und den Eingang.
Es war noch heller Tag als ich kam. Was ich sah war die komplette Strasse vor dem Lokal mit einer Masse junger, wild aussehender Leute proppenvoll gedrängt.
Das OkieDokie hätte zwanzigmal so gross sein müssen um sie alle reinzulassen. Ich kannte nix und drängelte rein.
Als Vorgruppe gab es die #PoisonGirls Keine Rezension über sie liess den Fakt aus, dass die Frontfrau schon Oma war.
Was heute wiederum eine Brücke zu uns schlägt, die wir heute die Omas sind, und noch immer #Punk im Herzen.
Ich hatte zufällig einen Fotoapparat dabei und knipste wie wild, denn die Leute verstanden was von Bühnenbild und Präsentation.
Dann kamen zwei Mädels auf die Bühne, die irgendwelche Texte vortrugen zu musikalischem Krach. Ich knipste begeistert weiter; ein Motiv war immer besser als das vorige. Und dann war plötzlich der Film zu Ende.
Ich dachte, jagut, ich hab ja alles, besser kann nicht werden. Und dann kamen erst die Crass auf die Bühne! Aber von denen hab ich kein Bild.