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Deutschland, du machst mich fassungslos. Wieder einmal. Robert Habeck war eines der größten politischen Talente, das dieses Land je hatte. Ein kluger Kopf, ein brillanter Kommunikator, jemand, der Politik nicht als Machtspiel verstand, sondern als eine Aufgabe für die Gesellschaft. Und was machen wir mit so jemandem? Wir treiben ihn aus dem Amt. Ja, er hat Fehler gemacht. Natürlich. Jeder Mensch, der anpackt, macht Fehler. Aber die Art und Weise, wie diese Gesellschaft - von Medien bis hin zu Wutbürgern in den Kommentarspalten - mit ihm umgesprungen ist, ist ein Armutszeugnis für unsere politische Kultur. Während in anderen Ländern charismatische, visionäre Führungspersönlichkeiten gefördert werden, werden sie hier solange zerlegt, bis nichts mehr übrig ist. Habeck hat Deutschland durch eine der schlimmsten Krisen der letzten Jahrzehnte geführt. Er hat, während die halbe Republik hyperventilierte, die Energiekrise gemanagt und dafür gesorgt, dass die Lichter nicht ausgegangen sind. Er hat versucht, die Wirtschaft klimafreundlich umzubauen, weil es schlichtweg notwendig ist. Und er hat gesprochen, wenn andere geschwiegen haben. Er war oft der Einzige in der Regierung, der Krisen kommunikativ bewältigt hat, der die richtigen Worte fand, als Scholz sie suchte. Aber Worte allein reichen nicht. Deutschland hat sich entschieden, ihn zu demontieren. 🌻 Wegen eines Gesetzes, das nie so radikal war, wie es dargestellt wurde. 🌻 Wegen einer politischen Kultur, die konstruktiven Pragmatismus mit Schwäche verwechselt. 🌻 Wegen einer Medienlandschaft, die lieber Empörungswellen reitet, als Zusammenhänge zu erklären. 🌻 Wegen einer Gesellschaft, die von "Macher"-Politikern träumt, aber jeden echten Macher sabotiert, sobald es unbequem wird. Man kann von den Grünen halten, was man will. Man kann Habecks Politik kritisieren. Aber man kann nicht leugnen, dass mit ihm eine der wenigen Persönlichkeiten geht, die verstanden haben, dass Politik auch bedeutet, sich unbeliebt zu machen, um das Richtige zu tun. Robert Habeck wurde nicht einfach abgewählt – er wurde aus der Politik geekelt. Und das ist nicht nur sein persönliches Scheitern. Es ist unser aller Scheitern. Denn in einer Zeit, in der Deutschland Führungspersönlichkeiten wie ihn braucht, treiben wir sie aus dem Amt. Und dann wundern wir uns, wenn so viele Schaumschläger und Populisten übrig bleiben. RIP, politische Karriere von Robert Habeck. RIP, politische Vernunft in Deutschland. P.S. Ich hoffe, du kommst wieder! 🌻 | 715 Kommentare auf LinkedIn
Ggf benötigt man einen Account dort?