Ja, 300%. Das könnte man für ein sehr unseriöses Werbeversprechen halten, aber es trifft tatsächlich zu: Eine Wärmepumpe erzeugt mehr Energie in Form von Wärme als im Strom steckt, den sie hierzu verbraucht. Viel mehr. Sie macht aus einer Kilowattstunde Strom 3 bis 5 Kilowattstunden Wärme
Das klingt nach einem Perpetuum Mobile, einer Maschine, die ganz ohne zugefügte Energie immer weiter funktioniert. Tatsächlich nutzt die Wärmepumpe aber einfach die Wärmeenergie, #ContentAction25
die sich in der Umgebungsluft oder dem Boden befindet, selbst dann, wenn diese knackige -10 Grad kalt ist. Nach menschlichen Maßstäben ist die Vorstellung von Wärme aus klirrend kalter Luft etwas abstrakt, aber jeder Tiefkühlschrank zieht aus derartig kalter Luft noch die Wärme heraus, die sich auf der Rückseite spüren lässt.
Beim Wasserstoff ist es leider genau andersrum: Bevor er zum Heizen genutzt werden kann, müssen wir ihn mit Strom herstellen,
und das kostet mehr Energie als später im Wasserstoff steckt. Dieser Wasserstoff muss anschließend noch aufwändig transportiert werden und auch beim Verbrennen geht ein Teil der Energie verloren. Deswegen verbraucht die Wasserstoffheizung insgesamt sogar mehr Energie als eine konventionelle Gasheizung.
Laut entsprechenden Studien benötigen wir wegen dieser Effizienzverluste für eine Wasserstoffheizung 4 bis 5 mal so viel Strom wie für eine Wärmepumpe. Das bedeutet dann auch 4 bis 5 mal

so viele Windkraftanlagen, 4 bis 5 mal so viel Flächenbedarf und deutlich höhere Kosten.
Wir haben hier also eine Lösung, die viel teurer und auch nicht ganz ungefährlich ist (gerne mal “Knallgas” googeln) und trotzdem nicht ein Problem löst. Parteien, die so was vorschlagen, wollen damit vermutlich eher einer Lobby dienen als dem deutschen Volk.

Quellen:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/umgebungswaerme-waermepumpen#Effizienz

https://www.withouthotair.com/c21/page_146.shtml

https://www.bdew.de/energie/effizienzsteigerung-bei-der-wasserstofferzeugung/

Umgebungswärme und Wärmepumpen

Immer häufiger wird Umgebungswärme aus Erdreich, Grundwasser und Umgebungsluft oder Abwärme mit Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen von Gebäuden genutzt. Über 40 Prozent der neu gebauten Wohnhäuser setzen bereits auf diese Technik. Zielführender Klimaschutz ist nur mit Umgebungswärme und Wärmepumpen möglich. Wie funktioniert diese Technik und wie umweltfreundlich ist sie?

Umweltbundesamt