@SheDrivesMobility

Ist nicht das Problem mehr die Gewalt und ihre gesellschaftliche Akzeptanz, als "der Mann"? Mir erscheint das arg kurz gedacht. Ohne gesellschaftliche Akzeptanz der Gewalt würden die Opfer unabhängig vom Geschlecht leichter den Schritt wagen, Hilfe zu suchen. Statt dessen schafft eine simplifizierte "Männer = böse" Debatte eine unnötige Spaltung und sogar eine perverse Rechtfertigung für die Täter: "ich bin Mann, ich kann nichts dafür."

@SheDrivesMobility

Apropos Statistik: die überwältigende Mehrheit der Opfer von Gewaltdelikten ist ebenfalls männlich - nicht bei häuslicher Gewalt, sondern bei Gewaltdelikten allgemein.

Das Problem ist grƶsser, viel grƶsser, als nur ein naives "MƤnner = bƶse".

@cdonat @SheDrivesMobility Ich finde deine Kommentare ignorant.
Durch deine Argumentation relativierst und untergräbst du die Dringlichkeit des Problems. Bei Männern gibt es verschiedene Gründe für Gewalt und oft wird diese auch von Männern ausgeübt. Dagegen ist die Ursache für Gewalt gegen Frauen tief im patriarchalischen System verankert und liegt an stark ausgeprägten ungleichen Machtverhältnissen.

@MayaMarmalade @SheDrivesMobility

Hm, ignorant ist es also, wenn man feststellt, dass die bisherige Analyse zu unterkomplex ist? Na wenn du meinst.

Gewalt gegen Frauen _kann auch_ aus althergebrachtem, patriarchalem Denken geschehen, aber das ist bei weitem nicht immer der Fall. Genau solche Sachen meine ich, wenn ich diese Analyse für unterkomplex halte. Damit wird man den Opfern und ihrem Leid nicht gerecht.