Social Media - und jetzt? Hamburger Stammtisch Wissenschaftskommunikation | LinkedIn
Wie gehen wir damit um, dass nicht nur bei X Werte gelten, die wir nicht teilen? Ist ein offener Austausch noch möglich, wenn die Inhaber zunehmend in die Kommunikation eingreifen? X haben viele wissenschaftliche Einrichtungen bereits verlassen, aber was ist mit Meta: bleiben oder gehen? Ist Bluesky die Alternative oder liegt die Lösung bei gemeinnützigen, offenen Netzwerken wie dem Fediverse? Als besondere Gäst:innen des Abends haben Nicola Wessinghage und ich zwei Menschen eingeladen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Thema schauen: Melanie Bartos vom Kommunikationsteam der Universität Innsbruck war unter anderem beteiligt an der Entwicklung eines Positionspapieres zu Open Science Communication ihrer Hochschule. Sie plädiert für eine Hinwendung zu Plattformen mit offenen Standards als Schritt in Richtung Unabhängigkeit von den großen Playern. Volker Hahn, Leiter der Abteilung Medien und Kommunikation beim Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), empfiehlt einen kritischen Blick auf die Stichhaltigkeit der Argumente – manche der dominierenden Exit-Begründungen hält er für wenig überzeugend. Zudem sieht er den Rückzug von Teilgesellschaften in ihre jeweiligen Blasen mit Sorge. Für alle, die den Stammtisch nicht kennen: Wir sind ein offenes Netzwerk von Menschen, die in der Kommunikation von und für wissenschaftliche Einrichtungen und Hochschulen arbeiten. Initiator:innen sind Nicola Wessinghage und Marcus Flatten. Wir freuen uns auf eine kontroverse und fruchtbare Diskussion! Hier noch ein paar weitere Informationen über unsere Gäste: Melanie Bartos ist Wissenschaftskommunikatorin an der Universität Innsbruck. Ihre Schwerpunkte liegen in der Entwicklung von multimedialen Formaten wie Podcasts und generell in der Online- bzw. Social-Media-Kommunikation. Gemeinnützige und datenschutzfreundliche Ansätze prägen dabei all ihre Arbeitsbereiche. Melanie Bartos leitet das Projekt zur Etablierung einer Mastodon-Instanz und Fediverse-Präsenz der Universität mit der Grundlage des Konzepts von „Open Science Communication“. Auf Mastodon findet ihr sie hier: https://chaos.social/@melaniebartos . Dr. Volker Hahn ist Leiter der Abteilung Medien und Kommunikation beim Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Er hat viele Jahre als Wissenschaftsjournalist für das deutsche Fernsehen gearbeitet (3sat, SWR, HR, Deutsche Welle). Bei Springer Nature ist sein Buch „Die souveräne Expertin – 77 Tipps für die verbale Wissenschaftskommunikation“ erschienen. Nebenberuflich leitet er Medientrainings und Workshops für Wissenschaftskommunikation (heckmannundhahn.de).
