(1/2) Am 24.1. wurde bekannt, dass ein Mitglied einer in Sachsen gesichert rechtsextremen Partei ausgewählt wurde, einen Redebeitrag zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus zu halten. Wie die Sächsische Zeitung berichtete, distanzierten sich die Fraktion Bündnis für ein nachhaltiges Coswig (BnC) und einige CDU-Stadträt*innen. Volt Sachsen schließt sich dieser Kritik an und nahm an der alternativen Gedenkveranstaltung um 15 Uhr am Gedenkstein auf der Bahnhofsstraße teil.

#weremember

(2/2) Zum Gedenken kamen viele Menschen. Kränze und viele Blumen haben sie niedergelegt und so den Opfern der Verbrechen des Nationalsozialismus gedacht. Schüler*innen der Schule in Coswig trugen ein Gedicht vor und nahmen Stellung zu den zwei Gedenkveranstaltungen in der Stadt.
Und dann Veränderung: Ein Stadtrat fragte sie, ob sie das nächste Mal die Gedenkveranstaltung planen wollen, denn dann gäbe es kein Streiten der politischen Parteien mehr. Und da begegneten sich zwei Generationen ganz vertrauensvoll. Die eine in Schmach und Dankbarkeit, die andere, bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Der Oberbürgermeister von Coswig sagte den geplanten Redebeitrag ab. Auf der städtischen Gedenkveranstaltung, die 1h später stattfand, wurde still gedacht.

#weremember #coswig

@BornInWinter
Was für ein hoffnungsvoller Ausgang!
@Chinga fand ich auch sehr schön. Es wurde zwar von Mitgliedern verschiedener Parteien organisiert, außer auf den Aufschriften der Kränze war es aber eigentlich kein Thema.
Neben des Gedichts der Schülerin wurde nur ein Brief aus Dachau verlesen, in dem sich die Gedenkstätte zu den Geschehnissen zu Wort gemeldet hat.
Zum Glück war es so am Ende ein würdiges Gedenken und wenn es nächstes Jahr in den Händen der Schüler:innen liegt, ist es dann auch kein Politikum mehr.