Kurze Antwort: "Die hohen Preise für #Wärmepumpen in Deutschland sind das Resultat einer Kombination aus #**Fachkräftemangel**, einem** falschen Anreizsystem**, das teure Anlagen begünstigt, und zusätzlichen **bürokratischen und technischen Anforderungen**."

Eigene Erfahrung: Vor allem das falsche Anreizsystem treibt die Preise. Die Installateure schlagen die Förderung einfach auf. Das war immer eine der ersten Fragen, als ich Firmen für Angebote bei uns hatte.

Quelle:
https://efahrer.chip.de/news/massive-preisunterschiede-darum-sind-waermepumpen-bei-uns-so-teuer_1023181

Ein weiterer Grund: Fehlender Wettbewerb. Das ganze Heizungsbusiness in Deutschland ist eine einzige Mafia.

Ein paar Firmen haben den Markt zwischen sich aufgeteilt, Betriebe sind von den Großhändlern abhängig und installieren meist nur einen Hersteller.

Hersteller schlagen auf. Großhändler schlagen auf, Installateure schlagen auf.

Geräte direkt (erst recht privat) bei den Herstellern zu kaufen ist erschwert oder gar nicht möglich.

Auch das ist in anderen Ländern anders.

Und ich mache auch die #Meisterpflicht verantwortlich. Das ist eine hohe Hürde, die es in anderen Ländern so nicht gibt.

Jetzt kann man sagen: Die ist doch super, die garantiert die hohe Qualität der geleisteten Arbeit, weniger Ärger für die Kund:innen da fachgerechte Ausführung etc

Auch wieder eigene Erfahrung: "#Fachfirmen" und #Meisterbetriebe pfuschen genauso. Und heftig. Den Chef/Meister sieht man meist nur am Anfang für das Angebot, die Arbeit machen schlecht qualifizierte.

Was wir mit diesen Firmen erlebt haben - da könnten wir ein ganzes Buch füllen.

Der Satz "Also das ist wirklich sehr bedauerlich, wir machen das jetzt schon seit {große Zahl einsetzen} Jahren und so etwas ist uns noch nie passiert." ist bei uns zu einem running gag geworden. Teilweise haben wir die Firmen den schon gar nicht mehr bis zum Ende aussprechen lassen, sondern haben den selbst vervollständigt.

Fachfirmen und Meisterbetriebe my ass.

@abulling das stimmt, da ist vieles im Argen. "Ich fass nur an was ich selber hingestellt hab, und bau gleich alles um, weil ich sonst für nix garantieren kann" ist auch so eine Sache. Dann wird der Warmwasserspeicher getauscht, obwohl ihm nichts fehlt, damit er die gleiche Farbe hat wie der Wärmeerzeuger (flapsig gesagt).

SHK Info hat dazu erst ein Video gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=K7NNK2d3J00 demnach finanziert sich der Betrieb über ~30% Marge auf Teile, statt über Marge auf die Arbeitsleistung.

Mit diesen Preisen für Wärmepumpen kannst du rechnen - Handwerkerkalkulation

YouTube
@abulling in dem Video sieht man auch: da werden Zubehöre vom Hersteller gleich mit angeboten, oder bei klassischen Heizungsherstellern, kommt ein Monoblock außen mit ei ner Hydraulikeinheit innen, in der dann Komponenten verbaut sind, die der Heizi eigentlich auch diskret herstellerunabhängig aufbauen oder weiterverwenden könnte.
@abulling Eine schlimme Sache ist auch der hydraulische Abgleich. Das war gut gemeint, dass der vorgeschrieben wird für die Förderung, aber was dann in der Umsetzung passiert, ist grauenhaft.
Mir hat der Installateur einer Solarthermie mit dem Ventiltausch meine Heizungsanlage gründlich ruiniert. Weil er sich überhaupt nicht angeschaut hat, wie es jetzt ist sondern nur seinen Stiefel ausgerollt hat, und das Hottgenroth Programm völlig falsch parametriert hat.
@abulling denn, Überraschung: der damalige Heizungsbauer hat 1972 auch schon was verstanden (mehr als die heutigen!) von der Dimensionierung der Heizkörper, da wurde die Anzahl und Breite der Rippen pro Raum passend gewählt, und die Ventile hatten einen Anschlag, wie weit man sie aufdrehen kann (nur wenige Thermostate), da war der hydraulische Abgleich auch schon eingebaut. Aber die neuen geben im Maximum bei weitem nicht den Durchfluss, ich kann es garnicht wieder einstellen wie vorher.