Was übrigens häufig untergeht: Am schlimmsten zerstört das Auto gar nicht die Städte.

Eigentlich trifft es das Land viel härter.

Diese Allgemeinverfügbarkeit des Autos hat das Land geradezu massakriert.

Das Land war mal eine Vielzahl kleiner Biotope der kurzen Wege. Alles war um die Ecke: Bäcker, Milch vom Bauern, Krämer, Schuster, Haushaltswaren,...

Heute ist das Land die Welt der weiten Wege. Selbst für 3 Brötchen musst du das Auto nehmen.

Die Folge nicht zuletzt: Landflucht.

Eigentlich ist alles, was das Land mal ausgemacht hat, kaputt. Heute gibts halt irgendwo an der Autobahnausfahrt nen Riesen-Einkaufszentrum und da fährste hin. Oder zu einem der ewigen Aldi, Lidl, Penny, Netto, Edekas drei Orte weiter am Ortsausgang.

Der Ort, der heute einem Dorf am nächsten kommt sind kleinräumige Stadtviertel wie in Hamburg z.B. Altona-Ottensen.

Außer Ruhe gibt es einfach keinen praktischen Grund mehr aufm Dorf zu wohnen und GENAU DAS ist das Problem.

@captainfutura nun, wen wundert es?
Wer im Internet einkauft, muss sich nicht wundern, wenn die kleinen Läden vor Ort und damit die lebenswerte Struktur zugrunde geht.
Wer sich seinen Teller Suppe mit eiber Karre liefern lässt, muss sich nicht wundern, wenn die Straßen verstopfen und Abgase und Feinstaub die Körper füllen...
Wir Verbraucher haben es in der Hand.
Geht raus, einkaufen.
Lernt kochen oder besucht Eure Restaurants oder Imbisse...

@EliasBKK @captainfutura die Grundversorgung mit Bäcker, Metzger und Lebensmittel hat nix mit onlineshopping zu tun. Das ist schlicht die Rosinenpickerei der großen Ketten auf "ertragreiche" Standorte.

Die KRITIS-Relevanten Versorger müssten eben nicht nur die Gewinne optimieren dürfen, sondern auch einen Versorgungsauftrag in der Fläche erfüllen, wie es auch Regeln für Briefkästen und Telefonanschlüsse gibt. Könnte man schon auch gesetzlich regeln, wenn man wollte.

@Reinald @captainfutura Da ist wohl was dran, trotzdem sind aus vielen Vierteln die alten Grundversorger verschwunden und durch Kioske, Handyläden, Friseure, Nagelstudios und 1Euro Shops ersetzt worden.
In dem Zuge sind dann auch die Briefkästen, Postfilialen und Banken verzogen.

@EliasBKK @Reinald @captainfutura

Gut, dass es schon erste #Genossenschaften und Versorger für #Dorfläden und #Regionalwirtschaft gibt: Die #Bauernmärkte waren ein Übergang in #Direktvermarktung, kann auch und besser in Gemeinschaften laufen - bis hin zum eigenen Genossenschafts-Supermarkt wie http://foodhub-muenchen.de

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@Georgios @EliasBKK @captainfutura es gibt einige Modelle - Genossenschaften, Hofläden, die personalreduzierten Automaten-Minimärkte. Aber es gibt keinen gesetzlichen Auftrag für eine Versorgung in der Fläche. Das ist, IMHO, ein entscheidender Hebel, um die Versorgung zu verbessern, und die Autoabhängigkeit wieder zurückzuschrauben.
@Reinald @Georgios @captainfutura wie soll man an einen Hofladen kommen? Besonders als Gehbehinderter?

@EliasBKK @Georgios @captainfutura Die Frage stellt sich ja nicht nur für Hofläden. Sondern generell für alle Formen der Nahversorgung. Und auch nicht nur für Gehbehinderte, sondern für alle Menschen, die sich eine andere Form der Mobilität als das KFZ-Eigentum wählen oder dazu genötigt (z.B. weil kein Führerschein) sind.

Auch mit den Lieferdiensten leisten sich die großen Versorger ja im Moment Rosinenpickerei - sie bauen dort aus, wo es sich für sie lohnt. Aber nicht, wo es notwendig wäre.