Es gibt den Mythos, dass eine psychische Erkrankung bei Jugendlichen Transgeschlechtlichkeit begünstigen würde oder auslösen könnte. Das solle für jede Art von psychischer Erkrankung gelten, die Jugendliche bekommen könnten. Menschen, die schwer psychisch erkrankt sind, sind in der Geschlechtsentwicklung retardiert. Das verzögert die psychosexuelle Entwicklung und Transitionsmaßnahmen werden erst zu späteren Zeitpunkten angestrebt.
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Nur Jugendliche, die in der Lage sind, reflektiert und mit genügend Ich-Stärke ihre eigene Geschlechtlichkeit zu entwickeln und zu entdecken sind in der Lage frühzeitig Transitionsanliegen zu formulieren und durchzusetzen. Das gilt besonders für Menschen, die Gewalt erlebt haben, vor allen Dingen bei sexualisierter Gewalt. Es ist völlig unwahrscheinlich, dass Menschen, die in ihrer frühen Jugend sexualisierte Gewalt durch Männer erleben,
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aus diesem Grunde frühzeitig als Jugendliche selber zu Männern transitionieren wollten. Auch bei ihnen verläuft die psychosexuelle Entwicklung verlangsamt. Diese Menschen kommen in der Regel erst im Erwachsenenalter in die Situation, dass sie sich aus diesen Gewaltverhältnissen lösen können und in sie der Lage sind, über Transitionsmaßnahmen nachzudenken.
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