Studien an trans Jugendlichen zu Pubertätsblockern sind ethisch nicht vertretbar, warum?

Die Evidenz nach von Studien wird nach GRADE (Grading of Recommendations, Assessment, Development and Evaluation) bewertet. Das GRADE System bewertet Studienergebnisse in Abstufungen von „sehr niedriger“ zu „sehr hoher Qualität“. Sehr hohe Qualität erreichen dabei randomisiert kontrollierte Studien (RCTs).
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Studien, die an trans Jugendlichen durchgeführt werden, sind hingegen meist als unkontrollierte Verlaufsstudien angelegt, was einem „geringen“ oder „sehr geringen“ Evidenzqualitätsrating gemäß GRADE entspricht. RCTs sind jedoch auf dem Gebiet der Transgendermedizin praktisch nicht durchführbar und/oder als ethisch bedenklich zu werten (de Vries et al., 2011): Eine Verblindung ist unmöglich, da schnell offensichtlich würde, ob die Pubertät wirksam durch GnRH Analoga am Fortschreiten
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gehindert wird oder nicht. Eine Randomisierung führt im Zusammenhang mit der unmöglichen Verblindung dazu, dass aller Erwartung nach– selbst bei initial gegebener Zustimmung zur Studienteilnahme– diejenigen Jugendlichen die Teilnahme vorzeitig beenden würden, die entdecken, dass ihnen ein Placebo verabreicht wird, um stattdessen anderswo um die Verabreichung wirkungsvoller Medikation zu ersuchen.
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