Hey #pnpde ! Habt ihr schonmal ein Rollenspielsystem gelesen und dabei fast aufgegeben aber dann beim Spielen trotzdem mega Spaß gehabt?

Hatte das gerade. Und dabei war's "nur" ein PbtA-Ableger´. Dieser hat aber an keiner Stelle die Ziele hinter den Mechaniken erläutert - oder auch nur angerissen. Gefühlt wurde aus jedem Satz ein Absatz gemacht und die Aufbereitung des Textes (kaum Hervorhebungen, fast nur Fließtext) hat mir dann fast den Rest gegeben...

Erster OneShot war aber super spaßig?!

@mitvorteil schon in beide Richtungen ja. Was für ein System wars bei dir ? 😊
@mitvorteil Gilt #Fallout als 2W20 RPG? Regeln lasen sich unnötig (ver-)kompliziert und aufgeblasen. Einstiegsabenteuer war aber easy zu leiten und hat allen Spaß gemacht...
@mitvorteil Das hatte ich mit Fate Core. Spiele ich ganz gerne (wobei ich es nie leiten würde), aber das Regelwerk ist einfach nur 100% abschreckend. Ansonsten gibt's gerade bei PbtA solche und solche. Nahual ist z.B. unfassbar schlecht geschrieben und hat einen sauschlechten Index, macht aber auch riesig Spaß.
@mitvorteil Ich musste mich damals an DSA4 schon langsam gewöhnen.

@mitvorteil

Jetzt voll not helping, aber so geht es mir eigentlich immer beim Regeltexte lesen ... 😅 , aber ich bin mir da meiner eigenen Schwachstellen bewusst. ^^

@catrinity Ich bin mir nur echt nicht sicher, ob das deine Schwachstelle ist, oder unser Hobby zum Großteil nicht in der Lage ist, sich selbst zu erklären :D

@mitvorteil

Dazu kenn ich zu viele Leute, die begeistert Regelbücher lesen (und mir dann zum Glück erklären, wie das Spiel funktioniert) ^^.

@mitvorteil Das geht mir bei fast allen längeren Regelwerken so 😅. Bin dann immer froh, wenn mir YouTube-Erklärvideos das noch mal übersichtlich beibringen. Keine Ahnung warum, aber für mich sind viele Regelwerke, sobald es in den Crunch geht, abschreckend. Und ich hab Jura studiert und mich durch richtig dicke Schinken gewälzt 😄.

@mitvorteil Bei mir war es zuletzt Wickedness. Hatte ich vorher schon gespielt und super gefunden (von jemand anders moderiert und erklärt). Beim Lesen fand ich den Regelteil aber wirklich schlecht strukturiert (inkonsistentes Layout hat es leider nochmal schlimmer gemacht) und habe ewig gebraucht, um ihn wirklich zu verstehen.

War die Mühe aber absolut wert! Und die Prompts im Spiel und alles andere haben mir auch beim Lesen wirklich gut gefallen - würde es also trotzdem empfehlen!

@mitvorteil Wir hatten das vor Kurzem im Lesekreis bei @plotbunnygames besprochen - den ich übrigens wirklich hilfreich dabei finde, Rollenspiel-Texte auch in punkto Strukturierung und "didaktischer Aufbereitung" miteinander zu vergleichen. Da gibts echt himmelweite Unterschiede!

Je besser das Spiel erklärt ist, desto wahrscheinlicher ist es allerdings, dass ich es auch anbiete - zumindest, wenn mir Thema und Regeln dann auch gefallen.

@mitvorteil oh jaa, kenne ich auch sehr gut 😅 mir ging’s bei Tales of Xadia so, aber auch generell oft bei Firebrands-Spielen. Bisschen auch bei Forged in the Dark. Und ich mag es eigentlich schon, mir Regeltexte durchzulesen.
@Frank82R Über Tales of Xadia denken wir ja ähnlich ;) Bei Forged in the Dark Spielen bin ich auch ganz bei dir. Gerade simple Systeme simpel zu erklären, scheint vielen Leuten sehr schwer zu fallen (ist es auch!)
@mitvorteil ja, das war bei mir "Monsterhearts", in der ersten Edition. Eine Mitspielerin meinte, dass ich das Spiel sicher mögen würde, woraufhin ich es mir gekauft habe. Aber irgendwie zündete es nicht. Ich wollte dem Spiel noch eine Chance geben, was ich zum Glück getan habe, denn es ist eines meiner Lieblingsspiele und -projekte geworden.
@mitvorteil Nach langem Nachgedenken ich muss ich ganz ehrlich sagen - nein, die Erfahrung hatte ich eigentlich nie. Ich fand tatsächlich sogar Fate Core so interessant, dass es mich für Jahre zu einem großen Fate-Fan gemacht hat.
Ich habe oft Spielen eine Chance gegeben, deren Regeln mich so gar nicht abgeholt haben, aber ehrlich gesagt wurde mein erster Eindruck da in aller Regel bestätigt.
@mitvorteil
Die erste Edition von Fiasko hatte genau das... nicht so richtig gut beschrieben. Beim Spielen hat es dann aber gezündet wie eine Bombe.

@mitvorteil nach langem Überlegen kann ich das eher nicht sagen. Meistens ist es bei mir eher umgekehrt. Also, dass sich Mechaniken besser lesen als sie sich umsetzen lassen. Klassisches Beispiel für mich ist DSA.

Welches System hast du denn gespielt?

@mitvorteil Dungeon Crawl Classics, per se gut geschrieben aber zu viele Abkürzungen und kein Abkürzungsverzeichnis. Hab dann einfach geleitet ohne zu wissen was manche Abkürzungen bedeuteten und die dann weg gelassen.

Verfolgungsmechanik bei Call of Cthulhu, der reale Horror, keine Ahnung wie man Verfolgungen so umständlich beschreiben muss.

@Bartimaeus @mitvorteil Hahaha, die Verfolgungsmechanik ist der größte Witz. Da wird ein Element, das in der Story superschnell und spannend ist, durch umständliche Mechaniken so spannend wie meine Steuererklärung.
@bin_nebenan @Bartimaeus @mitvorteil Habt ihr das mal mit den Regeln so gespielt? Ich habe es nach dem Lesen bewusst vergessen und auf zwei Würfe beschränkt.
@bluestone @Bartimaeus @mitvorteil Ich war mal Mitspieler in einer Runde, in der nach den Regeln gespielt wurde. So richtig mit Aufzeichnen dieser Strecke und nachrücken der Tokens... Ich selbst mache Verfolgungsjagden erzählerisch und lasse an passenden und spannenden Stellen Proben würfeln, so wie du.