Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
@speybridge Donald Trump ist die amerikanische Antwort auf den römischen Nero.
@Tanzbaer
Vor allem ist er Ausdruck der Kollektivpsychose, die sich weltweit ausbreitet. Schlimmer als Corona...
@speybridge Gefühle sind schlechte Ratgeber. Eitelkeit, Angst, Gier, Neid und Hass sind ganz besonders schlechte Ratgeber. Wenn Triebtierchen ihrem 'Gefühl' oder 'Gesundem Menschenverstand' vertrauen anstatt das Gehirn einzuschalten und die Problemstellung emotionsfrei durchzurechnen kommen halt solche selbstmörderischen Katastrophen dabei heraus. Am meisten werden Trumps Wähler unter ihrer Fehleinschätzung leiden.
@speybridge Bedeutet aber leider auch, dass das gemeine Volk einfach nicht für eine echte Demokratie geeignet ist.
@ganselmartin
Es gibt einen Kipppunkt, würde ich eher sagen.
Wenn Bildung und emotionale Stabilität ins Wanken geraten, wird es kritisch. Auch, wenn Politik nicht mehr vermittelbar ist oder ungerecht oder eine zu große Kluft zwischen Arm und Reich entsteht oder Politik korrupt wird.
Da muss Demokratie auch für sich selbst sorgen.
@speybridge
Ich stimme zu, aber irgendwie ist die Aussage natürlich auch elitär und klassistisch.
@weit_im_westen
Ich denke, dass dass nur passieren kann - und passiert ist, weil Bildung vernachlässigt wurde und Menschen sich nicht gerecht behandelt fühlen.
Demokratie ist kein Selbstläufer und muss auch dafür sorgen, dass die als Wert erlebt wird. Ist das einmal verloren, wird es schwierig.

@speybridge
Ich denke auch dass mit mangelnder Bildung ein Großteil dieses Unglücks erklärbar ist.

Nur wie geht man damit um, wenn die Mehrheit der Bevölkerung nicht erreichbar ist für komplexe Zusammenhänge?

Ist es demokratisch legitim deren Willen zu übergehen und - vorausgesetzt es stimmt - zu sagen:
"Ich trete an, weil ich klüger bin als "der Pöbel""?

@weit_im_westen
Mangelnde Bildung - ja, klar.
Aber ich denke, dass die Menschen auch - und vielleicht vor allem bei ihren Emotionen abgeholt werden müssen.
Persönlichkeitsbildung müsste genauso ernst genommen werden wie Sachbildung...
Mit Argumenten allein gewinnt man niemanden.
@speybridge
Ich bin nicht ganz Deiner Auffassung: Sollte Bildung uns nicht befähigen der von uns "gefühlten Wahrheit" in den richtigen Situationen zu misstrauen?
@weit_im_westen
Funktioniert ja offensichtlich nicht.
@speybridge
Und deshalb setzen wir jetzt auf Emotionalisierung?
@weit_im_westen
Nein, auf Persönlichkeitsbildung, die nicht nur die Sachebene aufgreift.
Z.B. bringt noch mehr Geschichtsunterricht zum Dritten Reich gar nichts außer Ödnis und Ablehnung bei den Kids. Spielfilme, in denen man sich mit den Menschen identifizieren kann, machen persönlich betroffen, weil da viel mehr transportiert wird.
@weit_im_westen @speybridge
Ich sehe Demokratie im Allgemeinen als Ausdruck eines hochentwickelten Zivilisationsprozesses. Fällt eine Gesellschaft in präzivilisatorische Muster zurück (wie es in den USA mMn gerade der Fall ist), wird es - wie man ja eindrücklich sieht - auch mit der Demokratie äußerst schwierig. Nicht von ungefähr kommt es, dass militärische Strukturen demokratische Entscheidungsprozesse weitestgehend einschränken.