Ich sag's nochmal laut: Presseverleger haben absolut überhaupt kein naturgegebenes Anrecht darauf mit dem Verteilen von Nachrichten Geld verdienen zu können.

Wenn es für das Verteilen von Nachrichten bereits ein System gibt (z.B. öffentlich-rechtliche Medien) und die Verleger zu diesem System keinen Mehrwert bringen, der Kunden anlockt - tja, Pech gehabt!

Ich fordere ja auch nicht die Feuerwehren dicht zu machen, nur weil ich mir einrede das Recht zu haben mit Brandlöschung Geld zu verdienen.

@Lucomo Da würde der Spruch: „Der Markt regelt das!" einen Sinn machen. Bloß komischerweise hält Christian Lindner wie die gesamte FDP hier das Maul. Anzeigen oder wahre Nachrichten gratis unter das Volk bringen? Das geht den allerliberalsten, geldgläubigen Nachwuchsferengi dann doch doch zu weit. Geht ja überhaupt nicht.
@Lucomo Im Ergebnis sehe ich das ähnlich, aber der Feuerwehr-Vergleich ist doch Quatsch. Beim „Verteilen von Nachrichten“ (was nicht gerade eine adäquate Beschreibung von Journalismus ist) ist Angebotsvielfalt extrem wichtig, während es bei der Feuerwehr völlig okay ist, wenn es nur eine Feuerwehr gibt, die nach einheitlichen Standards arbeitet.

@wilkozicht

Genau. Nachrichtenverteilen ist nur ein Teil dessen, was Medien machen. Deshalb bleiben für Verleger neben dem, was den Hauptinhalt von Tagesschau.de und Heute.de ausmacht noch genug Möglichkeiten ein Angebot aufzubauen, das Kunden anlockt.

Und unterschiedliche Akzentsetzungen bei der Auswahl der zu berichtenden Nachrichten und deren Framing etc. lassen selbst beim Nachrichtenverteilen genug Spielraum für viele Nachrichtenverteiler.

@Lucomo Das war die Tage auch mein Gedanke. Die Auflagen sind ja nicht deswegen so in den Keller gegangen, weil der ÖRR ihnen die Kundschaft weggenommen hat, die sind so mies geworden, dass die Leute ihre Abos gekündigt haben. Und der ÖRR fängt da nur einen Teil derer ab, die sonst gar nicht mehr Nachrichten lesen würden.
@Lucomo Auch einen freie Presse ist letztendlich für den Kapitalismus nur eine weitere Ressource. Alles MUSS im Kapitalismus kapitalisiert werden. Wer sich dann Information nicht mehr leisten kann , hat halt Pech gehabt. Das gleiche gilt für Rechtsprechung und Wahlmöglichkeiten. Siehe andere Länder wo das bereits fortgeschritten war oder ist. Das hier sind halt die Anfänge. Wählen wir in Mehrheit so. #Kernproblem
@Lucomo

zumal das Argument über den Rückgang der Verkaufszahlen bei den privaten Printmedien nur vorgeschoben ist
https://library.fes.de/pdf-files/akademie/10790.pdf

@Lucomo Aber es ist durchaus wünschenswert, dass sie Geld verdienen können.
Guter Journalismus kostet Geld. Wie soll man denn gegen kostenlos und gut konkurrieren?

Warum gibt es wohl keine vergleiche private Nachrichtensendung zur Tagesschau? Muss man das denn wirklich auf Zeitungen erweitern?