Konservative haben keine Beziehung zum öffentlichen Raum, denn sie denken in Besitz. Etwas, das allen Bürger*innen gleichermaßen gehört, passt nicht in dieses Weltbild, weshalb öffentlicher Raum für sie niemals Lebensraum sein kann, sondern immer nur Ort für Verkehr, Arbeit höchstens noch Konsum. Deshalb *begreifen* Konservative sowas wie das Tempelhofer Feld überhaupt nicht. Sie kämen niemals auf die Idee, sich dort auf die Wiese zu legen, dort zu picknicken oder Blumen zu pflanzen.

@sixtus

Ich würde das nicht zwingend an progressiv/konservativ festmachen sondern eher an den jeweiligen Lebenswelten.

Wer eher extrovertiert und gesellig ist, kann wahrscheinlich meist mit #Begegnungsräumen statt #Parkplatz mehr anfangen als eher introvertierte Personen. 🤓

Deswegen is die Debatte um die Nutzung des öffentlichen Raums auch so erbittert. Weil es - entgegen der Vorstellungskraft vieler Befürworter*innen der #Verkehrswende - durchaus viele Menschen gibt, für die der Wert eines Parkplatzes vor der Tür deutlich höher liegt, als von irgendeinem mit #Stadtmobiliar bestücktem Begegnungsraum, welchen sie nie nutzen werden.

Diese Leute haben dabei keineswegs etwas gegen mehr Grün, allerdings halt nicht auf Kosten von unmittelbar - für sie - nützlicherem Raum.

Das gegenseitige Verständnis für unterschiedliche Bedürfnisse ist dabei essentiell für eine "Stadt für Alle."

Auf unserem Rathausplatz sitzen im Sommer hunderter meist junger Menschen, obwohl dieser eine hässliche überhitzte 👇

@sixtus

#Betonwüste ist,

Kann ich null nachvollziehen, warum man sich da aufhalten möchte. 🤷‍♂️

Aber offensichtlich sind die Lebenswelten dieser Menschen anderst und sie haben das Bedürfnis nach solch einem Ort.

Als Stadt - dem Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger verpflichtet - würde ich es daher durchaus als ihre Aufgabe sehen, diesen offensichtlichem Wunsch - bestmöglichst zu entsprechen, und den Platz zu begrünen und zu verschönern. Dafür würde ich auch - obwohl ich davon keinerlei persönlichen Nutzen habe - jederzeit unterschreiben.