grad gelesen:

Die Zahl der #Buchblogs hat sich halbiert in den letzten Jahren ... und diese Qualitätseinbußen und Verengung, weniger Vielfalt bei Büchern beobachte ich ja auch mit Sorge.

https://www.lesestunden.de/2024/08/die-entwicklung-des-deutschen-buchmarkts-und-wieso-er-vor-massiven-herausforderungen-steht/

Was denkt ihr dazu?
Alles nur mehr New/Young Adult kanns ja nicht sein.

#selfpublishing

Die Entwicklung des deutschen Buchmarkts und wieso er vor massiven Herausforderungen steht

Anfang Juli hat der Börsenverein die Wirtschaftszahlen zum Buchmarkt 2023 in Deutschland veröffentlich. Zudem habe ich zu dem Thema ein paar interessante Beiträge gelesen und mir unwillkürlich die Frage gestellt, wohin das alles wohl führt und was das für die Buchkultur in diesem Land bedeutet. Eini

lesestunden
@abuerkl Ein Grund düfte definitiv sein, dass die ganzen kommerziellen sozialen Medien (namentlich Facebook und Twitter) alles mit Fremdlink zunehmend weniger ausgespielt haben. Für viele Leute bedeutete das dann, dass sie mit einem extern geführten Blog nicht mehr gelesen werden und wozu bloggen, wenn es kein Mensch liest? Daher definitiv eine Verschiebung zu reinen Facebookseiten/Bookstagram und jetzt eben Booktok.
Innerhalb der Bloggosphäre sind Buchblogs immer schon Nische gewesen.
@abuerkl Ich habe mehrere Jahre lang in einem großen Forum für Bloggende moderiert (Blogzug hieß das) und alles, was nicht "Beauty und Mode" ist, war schon um 2010/2011 eher in der Minderzahl.
Dazu kam aber auch der zunehmende Druck - und unverschämte Erwartungen. Ich hatte kurz einen Buchblog, den ich aufgrund von Stress eingestampft habe, weil ich einfach nicht mehr hinterherkam und kaum noch Selbstgekauftes lesen konnte. Teilweise kam unaufgefordert Werbung per Post. Ohne Erklärung.
@abuerkl Stell dir vor, du öffnest den Briefkasten und da liegt einfach random ein Luftpolsterumschlag, A5, wo irgendwelche Lesezeichen und Flyer von einer Selfpublisherin drin sind, in einem Genre, das du auf deinem Rezensionsblog noch nie vorgestellt hast. Kein Brief dazu, rein gar nichts. Einfach "Hier, hast du meine Lesezeichen, Flyer und Postkarten. Mach was damit."
Ich verstehe, warum Leute irgendwann entnervt aufgeben. Schade ist es trotzdem.

@evanesca

lol, also so kommentarlose Post hatte ich noch nicht, aber massenhaft unverlangte Rezensionsexemplare, von denen ich manche im Team unterbringen konnte und manche verlosen und viele in öffentliche Bücherschränke getragen habe...

Dass ein Großteil der Blogs in Social Media abgewandert ist, überrascht mich nicht, da sehr viele Blogs von einzelnen Personen betrieben wurden und bei vielen auch immer eine gewissen Selbstdarstellung dabei war, ...

@abuerkl

@evanesca

... Social Media sind für sie die natürliche Weiterentwicklung.

Meiner Erfahrung nach ist man stärker, wenn man sich zusammentut, wenn man etwas Gemeinsames macht, dann sind immer andere da, wenn man mal nicht kann und will... Ebenso wollen das meiner Erfahrung nach nur wenige, leider.

(aber Literatopia ist auch kein Blog 😁)

@abuerkl

@Literatopia Haarig wird es, wenn allen im Team die Kraft ausgeht - oder ausgerechnet der Person, die im Impressum steht. (Been there, wenn auch nicht bei einem Rezensionsblog, sondern beim Blogmagazin "Schreibmeer", das von Tinka Beere betrieben wurde. Das waren schon tolle Zeiten, aber wenn die Chefin den Stecker zieht ... zieht die Chefin den Stecker.)
Ich meine, ja, einige haben sehr viel Arbeit sowohl in ihre Rezensionen als auch in eine hübsche Präsentation der Prints gesteckt.
@abuerkl
@Literatopia Ich erinnere mich auch an eine Bloggerin, die jedes Mal nicht nur ein individuelles Deko-Tableau gemacht hat, sondern sich auch noch passend zum Buchinhalt geschminkt hat. Und eine andere hat sich immer passend zum Cover den Arm bemalt.
Das sind teilweise wunderschöne kreative Leistungen gewesen - und meiner Erinnerung nach haben sie alle aufgehört, weil die Leute das irgendwann für selbstverständlich genommen haben und es regelrecht einforderten, dass das gemacht wird.
@abuerkl

@evanesca

Klar, aber ich sehe mich da auch in Verantwortung und würde mich um eine Nachfolge bemühen und falls niemand es übernehmen will, kann man seine Rezensionen ja woanders hin mitnehmen. Ich sag auch allen, sie sollen ihre Rezis speichern und nicht nur im CMS schreiben. Habe aber auch schon mitbekommen, dass manche da rücksichtslos sind (bei einer Forenschließung) ...

Nichts ist für immer, aber Literatopia ist doch beständiger als viele Blogs 😁

@abuerkl