Panama, Fidschi, Sachsenwald? Für Steueroasen müssen deutsche Firmen nicht weit reisen. Denn: Graf von Bismarck vermietet eine #HütteImWald als Büro an Unternehmen. Spielt der sehr geringe Gewerbesteuersatz eine Rolle? Recherche mit @janboehm @zdfmagazin : https://fragdenstaat.de/sachsenwald?pk_campaign=mastodon
Bismarcks Hütte im Wald: Die absurdeste Steueroase Deutschlands

Millionenschwere Unternehmen betreiben Briefkästen an einer Holzhütte mitten im norddeutschen Wald. Die günstigen Steuern dort zahlen sie nicht in öffentliche Kassen, sondern an den Gutsbesitzer: Graf Gregor von Bismarck, Ururenkel des ersten deutschen Reichskanzlers.

FragDenStaat
Millionenschwere Unternehmen können im norddeutschen Sachsenwald ziemlich viel Gewerbesteuern sparen, denn: Dort zahlen sie nur rund halb so viel wie etwa in Hamburg. Und sie zahlen nicht in öffentliche Kassen – sondern an den Gutsbesitzer: Graf von Bismarck.

Wie viele Steuern Graf von Bismarck seit rund einem Jahrzehnt in seinem Wald kassiert, beantwortet er uns nicht.

Darum haben wir ihn verklagt – wer Steuern einnimmt, muss auch Presseauskünfte geben.

Was leere Papierkörbe, abgelaufener Minztee und viele, viele Wildschweine mit dem Ganzen zu tun haben, erfährst du auf https://fragdenstaat.de/sachsenwald?pk_campaign=mastodon  oder im @zdfmagazin
Bismarcks Hütte im Wald: Die absurdeste Steueroase Deutschlands

Millionenschwere Unternehmen betreiben Briefkästen an einer Holzhütte mitten im norddeutschen Wald. Die günstigen Steuern dort zahlen sie nicht in öffentliche Kassen, sondern an den Gutsbesitzer: Graf Gregor von Bismarck, Ururenkel des ersten deutschen Reichskanzlers.

FragDenStaat
@fragdenstaat @zdfmagazin
Habe im Text einen Fehler gefunden:
"Denn seit 1958 gilt im Sachsenwald ein Gewerbesteuerhebesatz von nur 275 Prozent – Unternehmen zahlen hier nur etwa halb so viel wie im nahen Hamburg."
Ansonsten - krass!
NACHTRAG: es ist doch richtig. Ich hab einfach keine Ahnung (Mathe LK , im letzten Jahrtausend, hilft da nicht)

@Wando @fragdenstaat @zdfmagazin
Gewerbesteuer (Gewerbeertagssteuer) = Gewerbesteuermessbetrag * Gewerbesteuerhebebetrag * Jahresgewinn

Der Messbetrag ist bundesweit einheitlich 3,5%

Der Hebebetrag wird von Gemeinde zu Gemeinde festgesetzt, aber mindestens 200%

Ein Unternehmen zahlt daher mindestens 3,5 * 200% = 7% Gewerbesteuer - im bismarkschen Sachsenwald 3,5 * 275% = 8,25%

Der durchschnittliche Hebesatz lag 2010 bei 435%, also Gewerbeetragssteuer von 15,225%