Jede und jeder, die/der noch auf X ist, verschafft damit einer Plattform, die eine klare rechtsextreme Agenda verfolgt, noch mehr Reichweite
@ulrichkelber Halte ich für Quatsch. Auf X wird das Weltgeschehen sichtbar. Und dazu gehört leider auch der wachsende Rechtspopulismus in Europa und insbesondere Deutschland . Gleichzeitig ist für mich die Verunglimpfung der Trump-Partei (ehemals Republikaner) als rechtsextrem schwierig, weil wir mit denen möglicherweise in wenigen Monaten irgendwie umgehen müssen.
@andreclaassen @ulrichkelber Das Weltgeschehen. Auf „X“. Aha. So wie in der „Bild“? Interessante Haltung…
@nobrainnopain @andreclaassen @ulrichkelber Auf X sind weit mehr linke, non-white Minderheiten unterwegs, als auf Mastodon, das immer mehr von "weißen Herren mittleren und höheren Alters" geprägt ist.
Anliegen von Menschen aus dem Globalen Süden kommen dreifach oder vierfach gefiltert in die Posts, wenn überhaupt!
@nobrainnopain @K_Reuss_Manaus @andreclaassen Die Nicht-Repräsentativität im Fediverse ist in der Tat ein Problem. Vorhaben: Jeden Monat eine Person oder Organisation, die einer unterrepräsentierten Gruppe angehört, einen guten Start im Fediverse ermöglichen
@ulrichkelber @nobrainnopain @andreclaassen Sehe ich nicht als zielführend. Wir bräuchte hunderte und tausende Instanzen, die dann auch in anderen Sprachen als Englisch und Französisch moderiert werden könnten, um in Augenhöhe mit 7.94 Millionen Menschen zu interagieren.
Uns fehlen einfach die finanziellen, technischen, zeitlich und sozialen Ressourcen dafür.
@K_Reuss_Manaus @nobrainnopain @andreclaassen Ich kenne ja, als Initiator einer mittelgroßen Instanz, die finanziellen und technischen Herausforderungen, die sind gering
@ulrichkelber @nobrainnopain @andreclaassen Aus deutscher Sicht. In Brasilien hast du z.B. ganz andere Herausforderung. Von Stromausfalls, über den rein physikalischen Betrieb eines Servers bis zur Einkommenstruktur, bei der viele Menschen deutlich unterhalb des Wertes für absolute Armut leben.
Und alleine, dass wir über die Menschen sprechen und nicht mit ihnen (können) ist Ausschuss per excellence!
@K_Reuss_Manaus @ulrichkelber @andreclaassen Diese Herausforderungen ändern aber nichts daran, dass jede/jeder, der noch auf dieser Plattform ist, der Plattform mehr Reichweite verschafft.
@nobrainnopain @ulrichkelber @andreclaassen Und sie bietet dafür mehr Zugang und Meinungsfreiheit, auch für Linke, Umwelt - und Menschenrechtsaktivisten, die sie woanders nicht haben.
@nobrainnopain @ulrichkelber @andreclaassen Außerdem macht es nicht wirklich einen Unterschied, ob jemand mit einer blauen oder gelben Kugel erschossen wird, bzw. von rechtsextremen oder neoliberalen ermordet wird!
@K_Reuss_Manaus @ulrichkelber @andreclaassen das ist zwar richtig, aber kein Argument für X.

@nobrainnopain @ulrichkelber @andreclaassen Aber gilt für alle westlichen Plattformen, wobei Mastodon sicher den schärfsten Ausschluss praktiziert!

(Modis "Koo" ist sicher nicht besser.)

@K_Reuss_Manaus @andreclaassen @ulrichkelber Das ändert aber nichts daran, dass X einem weißen rechtsradikalem Mann mittleren Alters gehört, der mit den Algorithmen, die Posts auf X verstärken oder unterdrücken, das Bild, das sich Andere durch dieses Medium vom Weltgeschehen machen, massiv beeinflusst.
Beispiel: https://www.nbcnews.com/tech/social-media/nadler-urges-investigation-x-restriction-kamala-harris-account-rcna163236 oder
https://www.theverge.com/2024/9/4/24235213/x-brazil-suppression-speech-elon-musk-india-turkey
Nadler urges investigation into X restriction on Kamala Harris account

Rep. Jerrold Nadler urged the House Judiciary Committee to investigate whether Elon Musk’s X prevented users from following a campaign account for Kamala Harris.

NBC News
@nobrainnopain @andreclaassen @ulrichkelber Hatte beide Artikel damals gelesen. Und zumindest der zweite ist nicht mehr aktuell. Im Gegenteil: Musk hat den "Machtkampf" krachend verloren und ist angekrochen wie ein geprügelter Straßenköter.
Und zu rechtsextremen Einstellung: Sind Obama, Harris oder gar AOC so viel besser? Oder sehen sie Südamerika als persönliches Eigentum, wie Putin die Ukraine?
@nobrainnopain @K_Reuss_Manaus @andreclaassen zu den beiden Fragen: Ja und Nein! Bei der zweiten Frage verstehe ich. Ihre Intention, der Westen versteht noch immer nicht eine Debatte auf Augenhöhe, die trotzdem seine eigenen Werte einschließt, selbst wenn die andere Seite sie nicht teilt.
@ulrichkelber @nobrainnopain @andreclaassen Wobei "der Westen" seine vorgegeben Werte selbst nicht ernst nimmt. (Demokratie vs Putsche in Brasilien, Bolivien, Peru, etc.)
Und zu Musk/X ist es wirklich wichtig, zu erreichen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Und wer das, wie Brasilien und Frankreich, ernst nimmt, auch Tech-Riesen in die Knie zwingen kann.
@K_Reuss_Manaus @andreclaassen @ulrichkelber Der zweite zeigt noch immer auf, dass Zensur auf X funktioniert.
Und ja, alles ist besser als rechtsextreme Ultrareiche.
@nobrainnopain @andreclaassen @ulrichkelber Das zeigt eher, dass die (wirtschaftliche) Zensur im Westen funktioniert. Alleine die 2 Putsche in Brasilien wurden von den USA (und der FDP in Deutschland) finanziert.
@nobrainnopain @andreclaassen @ulrichkelber Eine nicht zuständige (und extrem korrupte) lokale Staatsanwaltschaft (Dallagnol, Moro) hat 3 Milliarden US-Dollar von den USA bekommen, als Dank für die Mithilfe, Petrobras um 20 Milliarden USD zu betrügen.
Dazu musste Roussef weggeputscht werden und Lula in einem getürkten (und längst annulieren) Schauprozess ins Gefängnis und als führender in den Umfragen von der Wahl ausgeschlossen werden.
@[email protected] @ulrichkelber Thema verfehlt. Es ging um die Reichweite von X, das eine rechtsradikale Agenda verfolgt.
Welcome to my killfile.
@nobrainnopain @andreclaassen @ulrichkelber Nein, es geht darum, dass es für Menschen im Globalen Süden keinen Unterschied macht, wie sich Faschismus und Kolonialismus selbst nennen.