⚡Contentwarnung: Schilderung von Gewalt

In den Abendstunden des 04. Oktober 2003 wurde der erst 16-jährige Thomas K. in der Nähe des Auensees in #Leipzig unvermittelt von einem 18-jährigen Rechtsradikalen angegriffen und mit einem Küchenmesser niedergestochen. Nachdem es ihm noch gelang einen Notruf abzusetzen, wurde er ins St. Georg Klinikum eingeliefert, wo er wenige Stunden später seinen schweren Verletzungen erlag.
#rechteGewalt
#KeinVergessen [1/4]

Der mutmaßliche Angreifer konnte innerhalb von 48h durch die Polizei ermittelt und festgenommen werden, weil er einen Rucksack am Tatort zurückließ, den seine Mutter wiedererkannte. In Vernehmungen und dem Pozess räumte er die Tat ein und gab an, Thomas K. zufällig als Angriffsopfer ausgewählt zu haben.
Demnach hatte sich der bereits mehrfach vorbestrafte Jugendliche an den Auensee begeben, um dort eine Auseinandersetzung mit einem Bekannten zu suchen, den er jedoch nicht finden konnte. [2/4]
In der Folge beobachtete er eine Gruppe von Jugendlichen, unter denen sich auch Thomas K. befand, den er vom Sehen aus seiner Schule kannte. Weil sich die Jugendlichen auch über Drogen unterhielten, entsprachen sie dem Feindbild des Täters, derangab, durch seinen rechtsradikalen Freundeskreis in der Ablehnung von Drogenkomsument*innen geprägt worden zu sein. Nachdem sich Thomas K. daraufhin allein von der Gruppe entfernte, um Nachhause zu gehen, beschloss er ihm zu folgen und anzugreifen. [3/4]
Im Mai 2004 wurde der Täter schließlich wegen Mordes aus Heimtücke und niederen Beweggründen zu einer zehnjährigen Jugendfreiheitsstrafe verurteilt. Trotz der Motivlage und dem rechtsradikalen Hintergrund des Angreifers wurde Thomas K. erst im Jahr 2015 und aufgrund des öffentlichen Drucks von antifaschistischen Initiativen auch von staatlicher Seite als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt.
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