Oper Bonn: Wagners „Meistersinger“ begeistern als deftige Komödie mit Tiefgang
Ursula Hartlapp-Lindemeyer
[caption id="attachment_29122" align="alignleft" width="300"] Theater Bonn/MEISTERSINGER/Tobias Schabel, Mirko Roschkowski/Foto: © Bettina Stoess[/caption]

Mit mehreren erfolgreichen Rollendebuts eröffnete die Bonner Oper ihre Spielzeit 2024/25 am Tag der Deutschen Einheit mit Richard Wagners einziger Komischen Oper, die „Meistersinger von Nürnberg“.  Regisseur Aron Stiehl hält den Bonnern den Spiegel vor. Er macht aus den Meistersingern die Mitglieder eines Karnevalsvereins, tonangebende Bürger, die in der frühen Bonner Republik das Brauchtum pflegen. Joachim Goltz als Beckmesser bekam Szenenapplaus mitten im zweiten Akt, Tobias Schabel profilierte sich als melancholischer, der Liebe entsagender Hans Sachs, Mirko Roschkowski als besonders stimmschöner romantischer Stolzing und Manuel Günther als spielfreudiger David. Das große Ensemble mit insgesamt 28 Solopartien, dem 90-köpfigen Chor und Extrachor und dem Beethoven-Orchester unter der straffen, leichtfüßigen Leitung von Dirk Kaftan überzeugte auf der ganzen Linie und bekam im ausverkauften Haus nach jedem Akt und erst recht am Schluss stürmischen Applaus. (Rezension der Premiere v. 3. Oktober 2024) […]

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