Wie haltet ihr es denn mit Drogen in eurem Leben ?

Ihr könnt auch gerne kommentieren, ob ihr mal XY genommen habt und jetzt nicht mehr weil ...

In der Abstimmung unterteile ich nicht korrekt nach medizinischen Kategorien. Ja, alle Drogen können süchtig machen, aber ich habe absichtlich unterschieden zwischen:
- Ich haue Alkohol und Zigaretten in eine Kiste wegen der gesellschaftlichen Akzeptanz
- Das harte Zeugs was aber "nur" psychisch süchtig machen kann (LSD, Opium etc.)
- Das harte Zeugs was körperlich süchtig macht (Heroin, Crack etc.)

Bitte teilt was das Zeug hält 🤗​.

Tee, Kaffee
46.1%
Alkohol, Tabak, Cannabis
31.1%
Medikamente (z.B. Schmerzen)
14.9%
LSD, MDMA, Opium etc.
3.7%
Heroin, Crack & Co.
0.6%
Gar keine Drogen
3.7%
Poll ended at .

@alex_w Tee wie Kaffee in Maßen. Es hebt zuweilen meine Stimmung. Koffein zählt zu den Alkaloiden, wie Kokain. Daher?

Manchmal macht mich Koffein auch platt statt munter. Warum auch immer.

Cannabis vertrage ich nicht. Sonst wäre das sicher auch ab und an ganz nice im Gebäck.
Vom Rauchen habe ich selbst da schon nichts gehalten, als ich selbst rauchte.

Alk ist nicht meins, wenngleich ich kurze Zeit "guten Whisky" kultivierte & als Jugendliche mit Dosenbier "provozierte".

@alex_w Ich habe mal Schmerzmittel missbraucht, als es mir eine ganze Zeit lang psychisch schlecht ging und ich keine Hilfe erfuhr, obwohl ich sogar fachlichen Rat einholte. Meine Depressionen und Ängste wurden von dem aufgesuchten Psychologen und Neurologen einfach verniedlicht und lächerlich gemacht. Da ging es mir sehr schlecht (S..pläne). Schlimme Erfahrungen habe ich in verschiedenen Lebensabschnitten bei verschiedenen Fachmenschen mehrmals machen müssen.

@moeria @alex_w

Horrorvorstellung! Nicht ernst genommen werden ist ja schon in nicht-Hilfesuch-Situationen blöd, aber von Fachpersonal, WENN man es schon dahin geschafft hat, was ja aus vielen Gründen eine Leistung ist, ist ja noch mal 1000 mal schlimmer.
🫂

@FrauNaja @alex_w Danke❣️ Ja, es war wirklich schwer und kostete sowieso schon Überwindung. Mir ging es aber wirklich zu schlecht, um es mit mir auszumachen. Und dann stand ich doch alleine da, dazu auch beschämt. Ich bin froh, dass ich damals dann nicht an gefährliche Medikamente wie Schlafmittel oder an harte Drogen gekommen bin. Darüber möchte ich aber lieber nicht nachdenken. Ich freue mich sehr, sehr über Deinen Kommentar.
@moeria @alex_w
🫂 Danke für Deine Antwort!
Ich kann mir vorstellen, wie schlimm das sein muss!
Bei mir umgekehrt: Ich habe 2x echt Glück gehabt bevor ich meine Not erkannt habe
- einmal hat mich mein Hausarzt mit "Sie müssen reden" -Überweisung und Liste versorgt (und ich hatte jemanden gefunden +10 Jahre her)
- 2. Mal hat mich meine ADHS-Ärztin in der Psych Institutsambulanz weitergereicht.
Bei beiden Malen war mir vorher Depression nicht klar, dachte an "Erschöpfung".
@FrauNaja Ein Glück! Es gab auf meinem Weg auch Menschen, die mir eine Hilfe waren. @alex_w

@moeria @alex_w
Ja, total! Ich bin dafür sehr dankbar und Deine Geschichte zeigt das umso mehr.
Ich kaue auf Deiner Erfahrung gerade noch rum. Mir fällt dazu partout keinerlei Relativierung ein und ich kann grundsätzlich ziemlich gut relativieren, mein Nickname kommt nicht von ungefähr.

Nicht ernst nehmen ist unterlassene Hilfeleistung!
.
Ich bin immer noch ein bisschen fassungslos, es hängt ohnehin so viel von Zufällen ab, Knüppel zwischen die Beine braucht da niemand!

@moeria @alex_w
ups, das klingt jetzt auch ein bisschen schräg, ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.
@FrauNaja @moeria
Von meiner Seite aus: Keine Sorge 🤗​.
@FrauNaja Relativieren ist ja auch ein Schutz. Ich finde aber, dass Du genau gerade nicht relativiert hast hier. Es ist aber ja auch etwas komplett anderes, wenn sich jemand explizit hilfesuchend an eine Fachperson wendet. Das war wirklich wie in einem erheblich schlechten Film. Ich versuch's gleich mal plastisch zu machen. @alex_w
@FrauNaja @alex_w Ich fing vorsichtig an, zu erzählen. Daraufhin fing der aus dem Nichts heraus plötzlich an, total aufgedreht herumzualbern, als würde er ein Kind bespaßen. Es war eine entsetzliche, beschämende Situation. Doch weil er mich anlachte, lächelte ich verlegen zurück, während ich gern im Boden versunken wäre. Da erklärte er mir, dass doch alles in Ordnung sei, da ich ja noch lachen könne, und verabschiedete mich. Die Zeit danach ging es mir noch schlechter.
@FrauNaja @alex_w Aus Verzweiflung versuchte ich mit diversen Schmerzmittel n meinen seelischen Schmerz zu stillen. Es waren nicht einmal irgendwelche psychoaktiven Schmerzmittel, also keine Opiate, sondern frei verkäufliche normale Schmerzmittel. Ich war gerade so 18 zu der Zeit und war noch nicht lange in einer für mich fremden Stadt auf einer mich überfordernden Schule, einem beruflichen Gymnasium. Ich fühlte mich einsam, hässlich und den Anforderungen nicht gewachsen.
@moeria
Der seelische Schmerz findet früher oder später immer seine körperliche Entsprechung 🤗.
@FrauNaja

@moeria @alex_w

grauenhaft!
Gerade bei so jungen Menschen noch unverständlicher - da ist doch in den Menschen noch viel mehr konditioniertes "man lächelt zurück" und versucht erwartungsgemäß oder "richtig" oder höflich zu reagieren drin.
Danke fürs Teilen 💙