Nirgends begegne ich dem #Videokonferenzsystem #Zoom so oft wie in #digitaleKirche.

Mit
meinem Bild von #Kirche, dass sich in der #DDR geprägt hat, passt das irgendwie gar nicht so recht zusammen. Da sehe ich wenig von der #Unabhängigkeit, #Selbstbestimmung und progressiven Herangehensweise von damals.

Vielleicht findet man diese Verknüpfung merkwürdig. Aber ich ahne langsam woher das Unbehagen kommt, was mich an manchen digitalen Entwicklungen bei Kirchens so beschleicht. Man kann es ebenso auf den Bereich
#Office oder #SocialMedia übertragen.

Dieser Tage ist jemand auf meinen Vorschlag eingegangen statt Zoom
#Jitsi zu nehmen und wir haben problemlos die Instanz des @luki genutzt, sie wird von engagierten Christen betrieben.

Sie erinnern mich an die 90iger. Es gab das
#WWW noch nicht so wie wir es heute kennen, aber einen #Computerclub des #CVJM in #Chemnitz, der eine Instanz in dem weltweiten #Mailbox Netzwerk betrieb. Sie waren Wegbereiter einer nichtkommerziellen, selbstverwalteten internationalen #Vernetzung.

Einige wenige gibt es immer noch und es kommen auch neue hinzu, wie z.B.
@librechurch oder @[email protected]. Ob dieser freiheitliche Geist in digitaler Kirche wieder stärker wehen wird?

#FediKirche

@fexplorer Der freiheitliche Geist in der #Kirche der DDR war Geist einer „Kirche von unten“, die #Unabhängigkeit von „oben“ wollte, oder?

Ich spüre heute sowohl in Gemeinden als auch in landeskirchlicher IT eher einen verunsicherten Geist, der als Geist der Knechtschaft Freiheit durch Entlastung von „oben“ und von „außen“ bekommen will, z.B. durch zentralisierte und extern betriebene IT mit (scheinbar) möglichst wenig eigener Verantwortung.

@luki @librechurch @libori.social

@ChristianBrecheis
Naja, man argumentiert wohl meistens aus der eigenen Erfahrung. Andere erlebten das bestimmt anders...

Von der Erziehung war ich nicht wirklich
kirchlich sozialisiert (außer eher tratitionell Taufe und Konfirmation), sondern entschied mich im Zuge der Verweigerung des Wehrdienstes mit der Waffe, mich näher mit dem Glauben zu beschäftigen.

Die Kirche erinnere ich in dieser Zeit, als ein Tor zu einer neuen Welt. Sie war bunt, da war ein offener Himmel, da waren Treffen von Menschen mit Visionen, Ideen, da wurde viel ausprobiert. Vielleicht war der damaligen Kirchenleitung auch manches davon suspekt. Es war für mich ein freier Raum, der sich innerhalb von Mauer- und Stacheldrahtbewehrten Grenzen befand. Später arbeitete ich in einer kirchlichen Einrichtung und hatte viel Handlungsspielraum, auch Dank westlicher Förderung.