Wenn man Lanz im Podcast zuhört, ist schnell klar, wohin die Reise gehen wird, er redet wie Sabine Christiansen damals: Wir sind ein „Hochlohnland“, erneut der kranke Mann Europas, und wenn das BIP wieder brummen soll, dann muss jetzt mal Schluss sein mit Mindestlohn- und Rentenerhöhung, denn das sei, so sagen ihm viele aus der Wirtschaft, gerade „Gift“. Ich glaube, die ganze AfD-Nummer wird rückblickend, historisch relativ egal sein im Vergleich zu dem neuen Austeritätsregime, das bald kommt
@larsweisbrod Ich werde mir das zum Schutz meiner eigenen Gesundheit nicht selbst anhören, aber Du hast das ja bereits perfekt auf den Punkt gebracht.
Insbesondere der Vergleich zu den Christiansen Jahren, in welchen genau die selben Vokabeln benutzt wurden.
Das meine ich damit, wenn ich behaupte, dass diese Leute wirklich keine anderen Antworten mehr kennen als das, was sie schon immer gesagt haben. Völlig egal, was Austerität in z.B. Griechenland oder UK angerichtet hat.
@larsweisbrod Dass Lanz, angeblich Journalist, dann auch einfach diese 'Stimmen aus der Wirtschaft' völlig unkritisch weitergibt, obwohl diese Stimmen seit 200 Jahren fast immer genau dasselbe gesagt hätten, er sich gar nicht fragt, ob die ihn als Sprachrohr missbrauchen, oder ob man ggf. nicht nur auf diese 'Stimmen aus der Wirtschaft' hören sollte, wenn es uns alle angeht.
Die sind alle so verbohrt in ihre eigenen Ideologie und überzeugt das 'Richtige' zu sagen. Dagegen wächst kein Kraut an.

@larsweisbrod Angesichtsdessen, dass die AfD stärkste Fraktion in Thüringen ist und in Deutschland behauptet wird, wieviel wir aus Weimar und der Nazizeit doch gelernt haben, fragen die sich gar nicht mehr, ob es sinnvoll ist, genau das zu machen, was Brüning damals so erfolgreich umgesetzt hat.

Deutschland ist mittlerweile eine von der Welt abgekapselte intellektuelle Wüste, denn mit etwas Englisch Kenntnissen wüsste man deutlich mehr. Achwas, Adam Tooze spricht sogar Deutsch..

@wackJackle @larsweisbrod

Also in so einem 18 Jahre alten schwurbeligen tl;dr ZEIT-Artikel von Paul Nolte
https://www.zeit.de/2006/10/III_Essay_historisch/komplettansicht
steht was von „Zweidrittelgesellschaft“.
Passt erst noch gut zu den AfD-Wahlergebnissen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg.

Mir geht derweil vor lauter Usurpation der Diskursherrschaft in deutschen Gesprächsforen durch Mackies der Huth hoch
(und das Messer in der Tasche, das die „Security“ in Cottbus nicht gefunden hat, auf).

#DeutschlandRedetAneinanderVorbei

Die doppelte Wende

Die Ära Kohl hielt nicht, was sie versprach – und machte wahr, womit niemand gerechnet hatte. Das Porträt einer paradoxen Epoche zwischen Zukunftsängsten und Sorglosigkeit, Fortschritt und Stagnation, Geschichtsversessenheit und Verdrängung

ZEIT ONLINE
@christophmaier @larsweisbrod 'Zweidrittelgesellschaft' ist fantastisch und Dank Dir, erinnere ich, dass es mal 'so' bezeichnet wurde.