Ungeachtet der Tatsache, dass wir mittlerweile statistisch 719 KFZ auf 1.000 Einwohner vom Säugling bis zum Greis zählen, wird ernsthaft über eine Absatzförderung nachgedacht, um die Autoindustrie anzukurbeln. Dabei funktioniert die Autoindustrie allein dadurch, dass wir als Gesellschaft die individuellen Kosten des Autoverkehrs zu Lasten der Gemeinschaft künstlich niedrighalten, bei gleichzeitig vorrangiger Ausrichtung aller Lebens- und Infrastruktur auf den PKW.
So schufen wir den Anreiz für eine massive Überproduktion, auf deren Abschwächung wir mit Kaufanreizen zu Lasten der Gemeinschaft reagieren. Dabei bräuchten wir nicht nur ökologisch, sondern auch volkswirtschaftlich dringend eine Entzugskur, denn die auf Pump erkaufte Legende des Wirtschaftmotors Auto zerschellt gerade an den Kosten einer maroden Infrastruktur-allein 16.000 Brücken sind derzeit dringend zu sanieren oder zu ersetzen.
Das parasitäre Schneeballsystem PKW nimmt sowohl alle Flächen als auch alles Denken und alle Volkswirtschaft für sich ein.
@GuidoKuehn Vorab, vollste Zustimmung. Aber nur mal durchgedacht: Warum sollte ich mir ein deutsches Auto kaufen? Arschteuer, Software sehr schlecht (Updates bricken das ab und an mal) und alle viel zu riesig. Jedes Softwarefeature muss man extra bezahlen anstatt wie bei anderen Herstellern Sicherheitsfunktionen direkt im Basispaket zu haben. Es geht schon lange nicht mehr um Funktion, nur noch um Mode und Marke, sonst hätte man den Touchscreen Quark nie mit gemacht

@GuidoKuehn

Es sagt einiges über uns aus, dass wir dieses Gefährt mit der griechischen Vorsilbe für "selbst" betiteln...