@ibex
Hey, sorry gestern war ich zu müde für eine ausführliche Antwort.
Schön, dass es dir gefallen hat. Ja, bei CP5 hats dann noch einige erwischt.
* In unserem Lager gibt es auch einige dunkelblaue Bänder, die vielleicht etwas leichter sind zu erkennen. Wir hatten tatsächlich mal ein Jahr, wo wir zu wenig blaues Band bekommen haben und die Spieler*innen dann blau/gelb bekamen und wir haben das auch gleich genutzt um sie in zwei Gruppen zu teilen und bei den Checkpoints anders zu behandeln. Prinzipiell ist es, finde ich persönlich, schon nett wenn man genau schauen muss ob die Person eine Schleife hat. Gab mal eine Situation wo wir etwa 10/15 Chaser waren neben einem CP und jemand sehr gemütlich an uns vorbei gegangen ist, und wir debatiert haben ob Spieler*in oder doch nicht. Bis jemand gesehen hat, dass der doch ein Spieler ist und dann gabs eine schöne Verfolgungsjagd. Ich glaub er wurde gefangen aber das war schon recht witzig.
* Ja, die Karte ist schwierig zu machen weil großes Areal und deshalb so weit rausgezoomt. Wir haben hatten es schon zwei/dreimal dass wir dann noch reingezoomt hatten für die Safe Zones. Letztendlich ist es eine Platz- und Kostenfrage. Doppelseitig Drucken ist ja doppelt teuer. Aber ich finde es auch irgendwie schön sich nicht über App in der Stadt zurechtfinden zu müssen. Wir haben auch tatsächlich in der Vergangenheit zwei Mal eine App gemacht fürs Spiel, mit Karte, mit Spieler*innen Chat. Aber auch das ist eine Ressourcen/Zeitfrage. Die Ansätze gibts, ich kann aber gerne versuchen wieder öfters hineingezoomt dazuzugeben.
* Checkpoint Öffnungszeiten sind super schwer einzuschätzen – wie fast alles an dem Spiel. Normalerweise fahren wir auch alles gemeinsam ab und testen die einzelnen Aufgaben. Um Engstellen etc. zu vermeiden. Aber das ist dieses Jahr ins Wasser gefallen. Die Zeiten sind auch vor allem da, um das Spiel zu beschleunigen, d.h. die Trödler etwas Zeitdruck zu geben, damit sie nicht zu lange Umwege machen. Was wir im Grunde versuchen ist, dass das Feld an Spieler*innen sich etwas verteilt, damit nicht immer ein Pack von 200 Leuten auf einem Haufen sind, aber auch nicht zu stark auseinander reißt, damit man das Spiel mitbekommt und jede*r etwas action hat. Die ersten aber auch die letzten und alle dazwischen.
* Da fungieren auch unsere Initial Chaser etwas in der Rolle. Sie sind im Hintergrund-Chat und können etwas Leitung geben. Also da versuchen wir zu sagen, bleibts noch hier es kommt noch der große Bulk, ah gehts schon mal zum nächsten CP oder sogar zum übernächsten.
* Es gibt genügend Chaser, die sich dann noch die restlichen Checkpoints so ein bisschen anschauen wollen. Was dort los ist. Solange sie niemanden fangen oder ungut sind finde ich das auch total O.K. wenn sie also beim Checkpoint in der Safe Zone vorbeischauen möchten.
* Generell, sobald das Spiel läuft haben wir nur noch sehr wenig Möglichkeiten einzugreifen. Wir können im Grunde nur Steuer, was bei den Checkpoints geschieht und wann wir die ersten Spieler*innen fangen. Ab da ist es aber unmöglich. Wir hatten schon Jahrgänge wo wir sehr, sehr früh sehr viele Chaser hatten. Dieses Jahr war es, denke ich, recht gut. Die Schwierigkeitskurve also gut hinzubekommen ist super schwer. Dass es meistens einen Knickpunkt gibt wo es radikal schlimmer wird, ist bei exponentiellem Wachstum einfach oft. Etwa 10% der Runner kommt normal heil ins Ziel. Dieses Jahr wars etwas mehr.
* Wir sehen die Journey ja als Community Event. Ein gemeinsames Fangenspiel wo wir zwar die Grundbedingungen bieten, aber alles weitere von jede*r getragen wird. Insofern finden wir Ideen wie wir die Geschichten, die an dem Abend entstanden sind super. Deshalb gibt es z.b. auch die Bar am Ende. Um seine Freunde wiederzusehen. Um seine Fänger*innen auf ein Getränk einzuladen etc. Die Geschichten dort zu hören ist auch das schönste für uns. Wie ist man den Fänger*innen entkommen. Vielleicht poste ich da in unsern Kanälen noch mal ein „Wer möchte aus seinem Erlebnis erzählen“. Diese „Testimonies“ stehen ja auch auf der journey-website. Habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass hier vor allem die Mastodon-Crowd sehr gut ist zu antworten. Auf anderen Sozialen Netzwerken ist eher ein laues Lüftchen. :D
* Spenden: Alles Gut. Wir machen das vor allem um unsere Ausgaben wieder reinzubekommen. Viel wichtiger ist es, dass wir Leute haben, die das ganze mit uns gemeinsam mittragen. Egal ob als Helferlein (Am Checkpoint, als Chaser, im Hintergrund) oder als Person, die anderen davon erzählt.
Abschließend: Am wichtigsten ist, dass man das Spiel mitkriegt:
Sowohl für die Spieler*innen – ich bekomme mit dass andere spielen – und auch für die Stadt – ich sehe dass da etwas passiert. Hatten z.b. mal Leute aus der Schweiz die zufällig in Wien waren, mitbekommen haben dass die Journey ist, und dann uns eine e-mail geschickt haben, dass sie den nächsten Wienurlaub so legen möchten, dass sie auch spielen können. Die kamen dann tatsächlich. :D