Ich war diese Woche in Karlsruhe um die Konferenz #MuC2024 um dort mein Paper zu präsentieren.

Es ist wild, dass ich wieder(???) ein Paper auf einer wissenschaftlichen Konferenz präsentieren konnte. Die Aufregung und Imposter-Syndrome bleibt gleich, aber ich merke mit jedes Mal wird es ein kleines bisschen besser.

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Es hilft mir zu realisieren, wie wenig Wissen zu Accessibility und allgemein rund um Thema Gehörlosigkeit/Gehörlosenkultur in der Wissenschaft angekommen bzw. verbreitet ist. Wie viel Wissen ich im Gegenzug habe.

Auch gleichzeitig für mich komisch, dass sie dann von mir genau DIE Antworten bzw. DIE Solutions erwarten.

bruh, i'm still a küken, thank you very much.

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Weißt, wie weird es ist, in einem Raum voller big brain energy™ zu sein und dann kommt man in ein Gespräch mit einer Person, um zu realisieren:

✨wisdom is chasing you but you are faster ✨

like: die MENGE an Audismus/Ableismus, das sich unverarbeitet/unreflektiert zeigt, omygod. Auch die Menge an Geduld, die ich immer parat haben muss.

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Dienstag war meine Präsentation zu diesem Paper (https://dl.acm.org/doi/10.1145/3670653.3670670) - die enge Zusammenarbeit mit meiner Dolmetscherin war SO ausschlaggebend, weswegen ich zum ersten Mal sagen konnte: Präsentation verlief gut.

I'm glad about that. :)

& auch: wie groß war der Raum bitte, wo ich präsentieren musste??? damn!!!

(Fotocredits zum schwarz-weiß Foto: #Muc2024)

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From Participation to Solidarity: A Case Study on Access of Maker Spaces from Deaf and Hearing Perspectives: Von Partizipation zu Solidarität: Eine Fallstudie zur Zugänglichkeit von Makerspaces aus Gehörloser und Hörender Perspektive | Proceedings of Mensch und Computer 2024

ACM Other conferences

Es gibt zu meiner Präsentation kein Video (ups), aber was ich aus meinem Vortrag hervorheben will:

Das Projekt @mach_auf habe ich als Impact in zwei Kategorien zusammengefasst.

👉 Individueller Impact
👉 Kollektiver Impact

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👉 Individueller Impact

Lichtklingel. Als #Gehörlos Person war damit endlich möglich, auch das Türklingeln im Hackspace mitzubekommen - ich konnte wie jede Person im Metalab selbständig Essen bestellen und Gäste empfangen.

Es wurde sichtbar, dass es mit wenig Aufwand (selbst löten und Arduino programmieren) enorme Steps richtung #Accessibility passieren können.

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👉 Kollektiver Impact

Bewusstsein wuchs, Community versteht langsam, dass Lautsprache/Schriftssprache ≠ Gebärdensprache ist und will #ÖGS lernen.

In Österreich haben wir das Problem, dass es zu viele verschiedene Quellen gibt, wo Gebärdenvideos sind. Das heißt, in Zusammenarbeit mit @c3wien konnten wir eine enorme Erleichterung und Freude für ÖGS Lernende, #Gehörlos Lehrpersonen und ÖGS Dolmetscher*innen schaffen: Das Gebärden-Archiv (https://gebaerden-archiv.at/search).

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Gebärden-Archiv

Dann habe ich im Vortrag festgehalten, dass #Accessibiliy nur nachhaltig ist, wenn:

💙 Das Bewusstsein der Barrieren tatsächlich ankommt, somit sich solidarische Motivation entwickelt und nicht „ich machs für dich“, sondern „ich machs MIT dir“.

🩵 Wir verstehen, dass es ein laufender Prozess ist. Es hat 2-3 Jahre gebraucht, bis die Community im Wiener Hackspace versteht, dass SIE eigentlich genauso #ÖGS -Dolmetsch brauchen und von UNS #Gehörlos etwas lernen können.

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💛 Es darf nicht alles an einer Person lasten für die Aufklärarbeit und es MUSS einen Space geben, wo frei und aufrichtig Frust rausgelassen werde kann.

Ich hab extremen Aktivismus Burn-Out - jetzt sind endlich einige Dinge geschaffen, die ich mir immer gewünscht und gebraucht hätte, aber kann mich leider wenig aufrichtig freuen, weil ich nur die Probleme und Konflikte und Anxiety sehe. :/

👉 Empfehlung: Dazu gibt es einen Vortrag vom #37c3: https://media.ccc.de/v/37c3-12100-offnet_eure_spaces_fur_gehorlose

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Öffnet eure Spaces für Gehörlose!

media.ccc.de
@lavolsky Danke für deinen Einsatz. Das Thema müssen wir auf der nächsten oder übernächsten Coworking Konferenz auch platzieren, das ist super wichtig und Zugänglichkeit ist eines der 5 Grundwerte.