Wir haben uns etwas länger Zeit gelassen. Und etwas weiter ausgeholt.

Künstliche Intelligenz im Kontext von Journalismus ist mit vielen Ambivalenzen behaftet, die erst greifbar werden, wenn man konkret wird. Das haben wir versucht, indem wir nicht nur Guidelines im Umgang mit KI aufgestellt haben, sondern auch konkret benennen, wo wir KI derzeit einsetzen, und wo wir künftig Potenzial sehen.

https://www.republik.ch/2024/09/04/wie-die-republik-zu-kuenstlicher-intelligenz-steht

Wie die Republik zu künstlicher Intelligenz steht

Wir nehmen KI ernst. Damit wir Chancen nutzen, Risiken begegnen und Dummheiten vermeiden können.

Republik
@davidbauer Kein Wort zum Energiebedarf? Und werdet ihr mit den Zusammenfassungen was anderes finden als die hier https://www.crikey.com.au/2024/09/03/ai-worse-summarising-information-humans-government-trial/? Ihr könntet ja das Experiment repetieren, die Methodologie ist dokumentiert.
AI worse than humans in every way at summarising information, government trial finds

A test of AI for Australia's corporate regulator found that the technology might actually make more work for people, not less.

Crikey
@peter Ja, fairer Punkt zum Energieverbrauch. Ich habe jemand anderem hier darauf geantwortet: https://www.republik.ch/dialog?t=article&id=8d3c44b3-3106-4306-b7c4-7415ba1e90a8&focus=a0ca2947-946f-480d-9508-92e773ad2d11
David Bauer in «Wie die Republik zu künstlicher Intelligenz steht»

Danke für die Ergänzung. Das ist einer der Punkte, an den ich beim Schreiben dieses Abschnitts gedacht habe. Ich gebe Ihnen aber recht, man könnte den Aspekt des Ressourcenverschleisses explizit machen. Das gilt insbesondere mit Blick auf die Anbieter von KI-Technologie. Die mächtigsten Techfirmen

@davidbauer Ich kann die Haltung verstehen, bin aber nicht einverstanden, dass man in diesem Balanceakt tatsächlich eine Balance halten kann. Auch «Unser Einfluss … ist gering, aber wir werden wachsam und kritisch sein» geht für mich nicht auf, da das Machtverhältnis einfach zu gross ist.

Aber ganz klar: ich persönlich kann versuchen auf solche Dinge zu verzichten, als Unternehmen ist das sicherlich schon einiges schwieriger. Hier schätze ich mutige Haltungen wie diese: https://procreate.com/ai

Creativity is made, not generated — Procreate®

We are not adding generative AI to our apps. Here's why.

Procreate
@davidbauer Ich finde trotz allem auf jeden Fall gut, habt ihr das aufgeschrieben – nur so kann es überhaupt diskutiert werden!
@peter Man kann halt als Medienunternehmen KI nicht einfach ignorieren. So viele Bereiche unserer Arbeit sind von KI schon heute betroffen, ganz egal, ob wir KI selber einsetzen oder nicht. Dass damit viele Ambivalenzen und Entscheide zwischen verschiedenen suboptimalen Alternativen verbunden sind, habe ich versucht zum Ausdruck zu bringen. Und dabei auch genau auf Diskussionen gehofft, wie wir sie jetzt hier führen.
@peter Mir persönlich entspricht dieser abwägende Zugang eher als eine dogmatische Haltung wie die von Procreate, die so tut, als gäbe auf ein solch komplexes Thema einfache Antworten.
@peter Was Zusammenfassungen angeht, ist noch völlig offen, ob und falls ja, wie wir sie einsetzen werden. Ob KI dabei gleich gut wie Menschen ist, ist meiner Meinung nach aber die falsche Frage. KI-Zusammenfassungen können auch unterhalb dieser Schwelle bereits nützlich sein, so wie es maschinelle Übersetzungen und synthetische Vorlesestimmen auch sind. Es kommt immer auf den Einsatzbereich ein – und da generalisiert diese Studie, bzw. der Artikel darüber für meinen Geschmack etwas gar stark.