"Ich meine, ich mag meinen Namen! Aber alle erwarten einen #Mann und sind dann irritiert, weil sie nunmal eine #Frau in mir sehen."

"Du trägst Herrengarderobe, pinkelst draußen im Stehen…"

"Trotzdem: Sie halten mich für eine Frau."

"Und wofür hältst du dich selbst?"

"Alles. Wem dienen diese Schubladen?"

"Für mich hat Frausein eine Bedeutung, ja Verheißung. Gleichzeitig ist es für mich eben völlig normal."

"Ich weiß. Sonst hättest du nicht sogar die OPs auf dich genommen."
#microfiction

@moeria Sehr bewegende Geschichte, besonders mit dem Plottwist am Ende, die die #Absurdität der ganzen #Genderdebatte gut pointiert.

Warum müssen wir uns überhaupt "definieren"? Die Frage stellt uns Charakter 1.

Und Charakter 2 fragt uns - wenn wir uns schon definieren wollen, sollte es dann nicht einfach unser eigenes Ding sein, als was?

Beides wird heute mehrheitlich weiterhin beantwortet mit "Du bist eins von zwei #binär​en #Gender​n, und welches, entscheiden wir von außen".

Absurd.

@junior42 Spätestens die Schule hat uns beigebracht, Körper binär in weiblich und männlich einzuteilen und aufgrund welcher Merkmale. Auch das allertiefste Gefühl von Frausein, Mannsein, Nichtbinärsein, Fluidsein wird etwas mit erlernten Vorstellungen von Geschlecht zu tun haben, nämlich inwieweit eins sich hier innerlich abgrenzt oder einfügt und sich diesen Raum tief drinnen ausmalt. Auch die haptisch-ästhetische Seite dieser Empfindung wird sich von diesen Vorstellungen ableiten. 1️⃣/2️⃣
@junior42 Wenn jetzt da draußen mehr als Binarität gelebt und gelehrt wird, dann könnte das vielleicht dazu führen, dass Menschen weniger Selbstkritik üben unter dem inneren Druck, gewissen Normen entsprechen zu müssen, um als das oder jenes anerkannt zu sein. Das gilt natürlich auch für andere Felder als Gender, aber hier schon sehr stark. Vielleicht würde es zumindest den Druck verringern, als ein bestimmtes Gender von außen wahrgenommen werden zu wollen, unabhängig vom Inneren. #trans 2️⃣/2️⃣