Hungerstreik: Erklärung aus dem Bundeasyllager Flumenthal

#StopDublin #NoBunker #NoCamps

Diese Erklärung ist an die europäische Presse, die Menschenrechtsorganisationen der Türkei sowie an alle relevanten Menschenrechtsorganisationen und zivilgesellschaftlichen Organisationen gerichtet. Mein Ziel ist es, auf die gravierenden Menschenrechtsverletzungen, die ich erlebt habe, und auf die Bedrohungen, denen ich ausgesetzt bin, aufmerksam zu machen und dringend Unterstützung zu erbitten.

Die Situation in der Türkei:

Die antidemokratischen Praktiken und Morddrohungen, denen ich in der Türkei ausgesetzt war, stellen eine ernsthafte Bedrohung für meine persönliche Sicherheit dar. Aus diesem Grund war ich gezwungen, mein Land zu verlassen. Die gegenwärtigen politischen Repressionen und Menschenrechtsverletzungen in der Türkei machen es unmöglich, grundlegende Rechte und Freiheiten zu schützen.

Meine Erfahrung in der Slowakei:

Während meines Aufenthalts als Flüchtling in der Slowakei im August 2023 war ich unmenschlichen Lebensbedingungen ausgesetzt und wurde während meiner Inhaftierung erniedrigend behandelt. Diese Bedingungen missachten die Menschenwürde und stehen in offenem Widerspruch zu internationalen Menschenrechtsnormen. Um diesen schrecklichen Bedingungen in der Slowakei zu entkommen, war ich gezwungen, in die Schweiz zu fliehen.

Die Entscheidung der Schweiz im Rahmen des Dublin-Abkommens:

Am 21. Mai 2024 habe ich in der Schweiz Asyl beantragt. Aufgrund des Dublin-Abkommens hat die Schweiz meinen Asylantrag jedoch abgelehnt und beschlossen, mich wieder in die Slowakei abzuschieben. Ich befürchte, dass ich in der Slowakei erneut unmenschlichen und antidemokratischen Praktiken ausgesetzt werde.

Ich lehne diese Entscheidung ab und möchte hiermit bekannt geben, dass ich ab dem 26.08.2024 einen unbefristeten Hungerstreik beginnen werde, um gegen die Entscheidung der Schweizer Behörden zu protestieren.

Internationale Menschenrechte und rechtliche Grundlagen:

Die Menschenrechtsverträge der Vereinten Nationen, die Europäische Menschenrechtskonvention und grundlegende Rechte wie das Recht auf menschenwürdiges Leben sowie persönliche Rechte und Freiheiten machen ein Eingreifen in diese Angelegenheit notwendig. Die Rückführung der Schweiz in die Slowakei stellt eine Verletzung dieser Rechte dar und muss dringend überprüft werden.

Schlussfolgerung und Forderung:

Ich möchte betonen, dass ich die Entscheidung der Schweiz für völkerrechtswidrig und menschenrechtswidrig halte und dass mein Leben gefährdet ist, falls ich in die Slowakei zurückgeschickt werde. In diesem Zusammenhang bitte ich um dringende Unterstützung von Menschenrechtsorganisationen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der internationalen Gemeinschaft.

Ekrem Şanlı
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