Angehängt: 1 Bild #20books Book Challenge: 20 Bücher, die dich geprägt haben. Ein Buch pro Tag, 20 Tage lang. Keine Erklärungen, keine Bewertungen, nur Buchcover. 9/20
Die Suche nach meinen #20books brachte mich weit zurück in der Zeit. Wie kamen eigentlich farbige Fotos von exotischen Tieren in meine DDR-Kindheit?
Meine Mutter durfte erstmals in den 70er Jahren zum Geburtstag ihres Vaters in den Westen reisen. Bei der Gelegenheit besuchte sie auch eine Freundin und mit ihr den Vogelpark Walsrode. Ein Heftchen von dort war lange mein Lieblingsbuch (und der Schuhschnabel mein Lieblingstier).
(Aufgewachsen bin ich mit der Exkursionsflora von Werner Rothmaler, Volk und Wissen 1952, einem fast bilderlosen Bestimmungsbuch aus der Drogistinnenlehre meiner Mutter.)
Ein Buch aus der Zeit, als das Zentrieren für Buchdeckel noch nicht erfunden war.
Wieder ein Buch aus einer Reihe, die erstmals Farbfotos von Tieren in meine Kindheit spülten.
Es kam mir in den Sinn, bevor ich letzte Nacht grübelte, wer vor'm Haus so schauerliche Geräusche macht...
Stadtrand, Einkaufszentrum, ein eher gesichtsloser Buchladen. Mir wird "Im Haus der Großen Frau" empfohlen, ich finde meinen Lieblingsschriftsteller und das vergesse ich diesem Laden nie.
(Ja, ich kaufe seine Bücher auf, wenn ich sie irgendwo finde; genau wie leidende Pflanzen im Baumarkt.)
"Die Seele der Raben" stellvertretend für etliche Bücher von Bernd Heinrich, manche auf dem schmalen Grat zwischen Wissenschaft und Wahnsinn geschrieben. #natureWriting bisweilen zum lachen und kopfschütteln.
Begleitete meine Anfangszeit hier auf dem Dorf, schärfte meinen Blick, ließ mich "Notizen aus der Provinz" für die FreundInnen verfassen.
Eine Klassikerin in bester Gesellschaft.
Für das 20. Buch habe ich mein #Süßgras geerntet und geflochten.
Ursache und Wirkung und Duft.
Robin Wall Kimmerers "Geflochtenes Süßgras" ist mir im besten und umfassendsten Sinne Vorbild. Das mäandernde, tiefe Erzählen in weiten Bögen ist, was ich lesen und schreiben möchte.
Dann sind wir auf das gleiche Buch gestoßen. Erzählung, die Dankbarkeit und Biowissenschaften vereinigt.