Beamer zeigen im Alter (meiner ist 13) oft schwarze Streifen. Meist ist die Verbindung zwischen dem Mainboard und dem DLP (das macht das Bild in den Lichtstrahl) korrodiert. Verbindung lösen und stecken hilft oft. Hier ist es eine Kontaktleiste (Bild 1), oft werden auch Flachbandleitungen verbaut.
Das Gerät ist mittelmäßig wartungsfreundlich. Wenn man irgendwann weiss, wie es aufgeht, geht es so einigermaßen.
Aber der Beamer leuchtet jetzt erstmal wieder ohne Streifen, lange hat er aber nicht mehr, die Lampe hat 60% ihrer Lebenszeit hinter sich und nur RGB als Eingang ist auch nicht mehr ganz Stand der Technik. Aber er geht nochmal.
Die Lampe ist eine Quecksilberdampfröhre, in der zwischen zwei Wolframelektroden ein Lichtbogen gezündet wird. Das Licht wird über ein sich schnell drehendes Farbrad (ein Farbfilter mit den Grundfarben auf Bild 3) auf den DLP gegeben. Dieser kann selbst keine Farbe, sondern nur Pixel sperren oder lichtdurchlässig machen. Farbrad und DLP sind zur Erzeugung eines farbigen Bildes natürlich synchronisiert.
In der Lampe entsteht eine große Hitze Damit der Glaskolben nicht reißt, muss sie langsam aufgewärmt und ebenso langsam wieder ausgeschaltet werden. Beim einfachen Steckerziehen ist das Risiko eines Lampenbruchs hoch.
*Ab dem 01.01.2026 tritt übrigens ein EU-Verbot für den Verkauf und die Herstellung von Produkten in Kraft, die Quecksilber enthalten - also auch für diese quecksilberhaltigen Projektorlampen.*