Gestern noch ein wenig an der Saar herumgescootert, heute Einzug ins KKH, morgen Skalpell.
Essen ist momentan bis Dienstag geplant.
Gefühl: normal-mulmig-zuversichtlich
OP gut verlaufen kaum Schmerzen, total platt und kaputt muss noch fest liegen
Die Nacht war normal, also weitestgehend schlaflos. Zudem habe ich Tag 1 ja schlafend unter unter Dope verbracht. Das ist nun heute morgen abgebaut und ich sitze auf dem Bettrand und habe Kaffee und Brötchen. Ich *sitze*! *Ist* das *geil*!
Nachher soll es dann ins Badezimmer gehen, liegt zwar in Sichtweite, ist aber noch unerreichbar weit weg. Der Pfleger heute Nacht hat sogar was von einem heutigen Ausflug auf den Flur gesprochen. Zu Fuss und Aufrecht! Mit Unterstützung eines Krankengymnasten.
Es fühlt sich ein wenig wie ein neues Leben an.
Danke erstmal für Eure Wünsche!
Finde ich lieb von Euch. Thanks!
Krankengymnastik war gut um zu lernen, wie man aus dem Bett kommt und nachher wieder hinein. Der Bauch strafft bei Anstrengung noch ziemlich aber ich war schon - na, da wo der Kaiser zu Fuß, ihr wisst schon, denn das ist eines der wichtigsten Ereignisse nach einer OP. Katheder bleibt bis Dienstag, wenn dann innen alles dicht ist (wird geröngt) kann ich Mittwoch heim. Ja, Katheder ist mit 5 Tagen sehr kurz, aber die Harnröhre scheint wohl anders vernäht zu werden, als früher.
Und btw.: Grüße vom Blahaj Julius und Freestyler ist nun auch schon 25 Jahre alt. Wie die Zeit vergeht.

@33dBm

👌 🙏 Weiter so...🤞

Live-Röntgen ist ne heiße Geschichte, ich konnte sehen wie ein kleiner "Vulkan" an Kontrastmittel den falschen Weg nahm.
Trotzdem wurde der Stützkatheter bei mir dann doch etwas zu früh gezogen - aber Dein gesamtes Timing hört sich schon deutlich besser an...🙏 👌

@CannaParts
Okay, trotz undicht gezogen? Das gibt Entzündung im Bauch...
Das ist wahrscheinlich die Ursache von mindestens einem deiner Probleme?

@33dBm

Ja, exakt.
3 Tage nach 1ter Entlassung hatte ich fast 6L im Bauchraum - und bin mit RTW zurück ins KH für weitere 15 Tage.
Die Sepsis wurde aber durch ein "faulendes" Hämatom verursacht.
Das Hämatom wurde aber erst am 6ten Tag lokalisiert.
Um Entzündungswerte runter zu bekommen wurde am Anfang mit "Schrot" in Form von 3 Antibiosen auf mich geschossen. Am Ende hatte ich 91 Infusionen bekommen, 9x musste der Zugang neu gelegt werden.
Bis zu 4 Schläuche waren im Bauch.
1/2

@33dBm
2/2
ABER so unüblich diese schweren postoperativen Komplikationen waren - so atemberaubend endgeil funktioniert meine Harnkontrolle, obwohl ich auch einen der zwei Nervenstränge abgeben musste (war mit der Prostata verwachsen - war also schon vor der OP klar). Ich hatte vor der OP brutalst 3 Monate lang die Beckenbodenübungen gemacht.
Die Prostata war auch am Enddarm angewachsen und außerhalb vom oberen Schließmuskel mit der Blase...
Worst-Case Szenario...🙈