Ein Vergleich zeigt, dass die Mieten in Städten wie Hamburg oder Rostock, in denen die Mietpreisbremse gilt, besonders stark gestiegen sind. Woran liegt es, dass das Instrument, das Mieter eigentlich vor zu hohen Preisen schützen soll, gerade in den hochpreisigen Regionen versagt?

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#NDR #Zensus2022 #Mietpreisbremse

In welchen Vierteln gibt es noch günstige Mieten?

Ein Vergleich zeigt, dass die Mieten in Städten wie Hamburg oder Rostock, in denen die Mietpreisbremse gilt, besonders stark gestiegen sind. Woran liegt es, dass das Instrument, das Mieter eigentlich vor zu hohen Preisen schützen soll, gerade in den hochpreisigen Regionen versagt?

@NDR Ist es nicht genau so vorhergesagt worden, dass Vermieter die Möglichkeiten der Mietpreisbremse maximal ausnutzen würden? Während sie sich in anderen Städten möglicherweise mehr an der Inflation orientieren.
@schreibmax nein. Die Vermieter halten sich einfach nicht dran, und Mieter, die eine Wohnung finden, trauen sich nicht zu klagen.
@NDR

@ArneBab

@schreibmax @NDR

Wenn es in einer Region attraktiv ist zu wohnen, wird es dort langfristig nur günstiger wenn dort auch mehr Wohnraum geschaffen wird oder sich auch die gut verdienenden Menschen mit weniger Wohnraum pro Kopf zufrieden geben. - Sozialverträglich geht das imho mit Sozialbau oder Genossenschaften. Ersteres hat man in den letzten Jahrzehnten vielerorts zurückgebaut und privatisiert.

@h2owasser letzteres klingt sinnvoll: nachhaltige Wohnraumbewirtschaftung statt Wucherung teurer Wohnungen.

Zum sozialen Wohnungsbau gab es vor ein paar Jahren ein Urteil, dass eine dauerhafte Sozialbindung nicht rechtens ist (und die entsprechenden Klauseln in Förderverträgen unwirksam).

Der geschaffene Wohnraum müsste also komplett im Besitz der Kommune bleiben.

Kompletter privatwirtschaftlicher Besitz von Wohnraum steht damit Sozialem Wohnungsbau entgegen.
@schreibmax @NDR

@NDR Zwei Punkte fehlen:

- Die Mietpreisbremse wurde in Städten eingeführt, in denen die Mieten schon vorher besonders stiegen. Dass die Mieten also da steigen ist kein Widerspruch.

- Klagerechte würden Mietern nur etwas bringen, wenn sie bei Auszug auf Rückerstattung klagen könnten — für die gesamte Mietzeit. Ansonsten gefährden sie durch die Klage nämlich ihre Wohnung.

@NDR in Hamburg gibt es fast nur noch Indexmieten, damit umgehen Vermieter viele Regelungen „normaler“ Mietverträge und die Mietpreisbremse. Zudem dürfen sie dann die Miete dann alle 12 Monate an den Verbraucherpreisindex anpassen, also erhöht sich die Miete jährlich um 3 bis 4 Prozent. Ein moralisch fragwürdiges Geschäftsmodell.

@NDR "In Hamburg muss man für eine 60 Quadratmeter-Wohnung, wenn man sie jetzt mietet, knapp 800 Euro zahlen."

Wo bitte gibt es noch solche Preise? Das wär ein Träumchen! Wenn man nicht ein Tatort am Stadtrand beziehen will zahlt man locker 50% mehr.