"#Medienmacher*innen wissen genau: Negatives wird mehr geklickt. Zum Beispiel können manche Menschen gar nicht mehr loslassen von den Schreckensnachrichten und lesen in der Timeline immer weiter. Das Phänomen nennt sich #Doomscrolling und wird zunehmend wissenschaftlich untersucht. Innerlich steht das nächste Mammut, der nächste Säbelzahntiger vor der Höhle – in dem Fall in digitaler Form.

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Die Folge: Der Anteil an negativer #Berichterstattung ist in den letzten Jahren gewachsen, auch negative Emotionalität wie Wut, Angst, Ekel und Trauer haben messbar zugenommen. Freude und Neutralität nehmen ab. Gleichzeitig sehen wir, dass ein zusätzliches negatives Wort in der Überschrift die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen sie anklicken, um 2,3 Prozent erhöht." - Neurowissenschaftlerin Maren Urner

https://chrismon.de/artikel/54027/medien-warum-uns-katastrophen-meldungen-kaum-mehr-beruehren #Medien #Journalismus

Medien: Warum uns Katastrophen-Meldungen kaum mehr berühren

Eine schlimme Nachricht jagt die andere. Aber Kriege und Flüchtlingskatastrophen scheinen uns kaum mehr zu berühren. Sind wir abgestumpft? Wir haben die Neurowissenschaftlerin Maren Urner gefragt