Bidens Rückzug trifft Trump doppelt: Er muss seine Kampagne umbauen und er muss neue Wähler finden. Die Kampagne baute bislang im Kern auf dem Sleepy Joe Meme–Nun ist er der Greis im Raum. Und mit Harris tritt eine gewitzte nicht kaukasische Frau im besten Alter in den Ring. Schon um seine bestehenden Wähler zu bedienen, muss er also Amerika in misogynen Rassismen ersäufen, aber so keinen einzigen Wähler dazu gewinnen. Denn die unterkomplexen Rassisten hat er ja bereits hinter sich versammelt.
@GuidoKuehn Trump muss einfach weiter machen wie bisher. Durch das Attentat hat er doch jetzt eh schon den Auserwählten-Status erlangt.
Ich denke wir können uns schon mal auf eine neue Trump-Amtszeit einstellen -_-
@ExistenzKetzer Trump braucht Wähler. Er muss neben seinem Maga-Clan weitere Gruppe erschließen. Bislang konnte er dabei auf Biden und dessen Altersausfälle setzen. Nun muss er gegen eine intelligente Frau im besten Alter antreten. Wo soll er da punkten, um neue Wähler für sich zu aktivieren?

@GuidoKuehn Das Attentat ist doch noch gar nicht so lange her. Damit startet er ja jetzt erst durch.
Dann kommen noch die ganzen unentschlossenen Rassisten und Frauenhasser auf seine Seite.

Am Ende sind die Ergebnisse der Wahlen in den USA ja immer recht knapp, da reicht schon das Zünglein an de Waage auf den letzten Metern.

@ExistenzKetzer Sein Ohr ist schon wundersam geheilt. Der Attentäter war ein Wähler von ihm. Sein Narrativ, dass er eine Kugel gefangen habe verfängt nichtmal bei seinen Fans. Er braucht neue Wähler. Seine Veranstaltungen sind derzeit klein und provinziell. Die Idee, man wäre als Präsidentschaftskandidat in den USA automatisch auf der Zielgeraden ist zumindest geschichtlich nicht belegbar. Es gab viele Kandidaten, z.B. Roosevelt, die angeschossen wurden und dennoch verloren.

@GuidoKuehn Natürlich kann man noch verlieren. Aber die ganze Biden-Geschichte ist jetzt auch nicht so ne gute Publicity für die Demokraten. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt.

Natürlich sind das alles immer nur Spekulationen, aber wir dürfen niemals die Macht der Schwurbelei unterschätzen. Bei uns fährt die AfD mit dieser Taktik auch überraschend gut.

@ExistenzKetzer @GuidoKuehn Tja, meine Befürchtungen wurden hier genauso treffgenau beschrieben wie meine Hoffnungen. Wobei ich noch am Wühlen bin, ob ich den Glauben an Vernunft irgendwo in mir wieder finde. Der muss echt in der hinterletzten Ecke sein.
@moeria @GuidoKuehn Mein Glaube an die Vernunft ist durch die ganzen Schwurbler und AfDler, die in den letzten Jahren aus ihren Löchern gekrochen kamen, doch stark erschüttert.
@ExistenzKetzer Warum eigentlich nicht? Die können in den drei Monaten vor der Wahl ein frisches Bild ins Rennen bringen, was Wechsel- und nichtwähler anspricht. Trump müsste die lang angelegte Kampagne ändern, was seine Glaubwürdigkeit untergräbt. Zudem müsste er wohl oder übel, wo nun eine gewitzte Powerplayerin in den Ring tritt versuchen intelligent-eloquent und nicht dumpf-brutal zu wirken. Ich bezweifle, dass ihm das leicht fällt.

@GuidoKuehn Muss er doch gar nicht. Schau doch wie das hier bei uns abläuft. Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, wie CDU und AfD zu den zwei stärksten Parteien in diesem Land werden konnten.

Es gibt einfach sehr viele Menschen die lieber einen alten weißen Mann statt einer jungen "farbigen" Frau hätten.

@GuidoKuehn Vielleicht kommt daher auch meine pessimistische Einstellung gegenüber der US-Wahl.
Wenn ich sehe wie hier Rechtsextreme, Korrupte und Lügner immer mehr Zulauf bekommen, wankt mein Glaube an die Menschheit wie noch nie in meinen 39 Jahren Leben zuvor.