Verschwörungstheoretiker:Innen sind traumatisiert von der alltäglichen Realität des Kapitals. Sie müssen eine äußere Kraft des Bösen und einen Drahtzieher erfinden welcher unsere Welt vermeintlich korrumpiert, weil sie nicht mit der Erkenntnis umgehen können, dass der Status quo, mit dem sie aufgewachsen sind, einfach der langweiligen Logik der Kapitalzirkulation folgt, jenseits ihrer großen moralischen Erzählung mit unfassbaren Superschurken, die alles kontrollieren.
@ErikUden richtig guter Thread! Ich verstehe nur nicht, warum du trotz all den guten Argumenten dann trotzdem sagst, dass linker Moralismus, der zB darauf abzielt die Reichen als "gierig" darzustellen trotzdem richtig findest. Da widersprichst du doch dir selbst. Wenn man wirklich das System kritisieren und diese Kritik auch unter die Leute bringen will, steht sowas doch grade im Gegensatz dazu und kann kein erster Schritt in die richtige Richtung sein, findest du nicht?
@tristouri Ich glaube es ist leicht um Leuten an die Idee heranzuführen, doch langfristig sollte natürlich es besser und tiefgreifender erklärt werden. Ich bin ehrlich: Ich weiß nicht welche Vorgehensweise hier die richtige ist. Ich finde Moralisierung nicht falsch erstmalig. Wenn jemand, wie du, aus berechtigten Gründen sagt, dass es schon falsch ist, dann kann Ich dem nur zustimmen und entgegnen das Ich es ehrlich gesagt nicht weiß ob es (erstmalig) gut ist.