Guten Morgen! Heute dann mal Panoramawagen-Abschiedsfahrt auf dem EC 9 für mich. In einem guten Monat ist Schluss. Gleichzeitig auch meine erste Fahrt auf dem gesamten Zuglauf*.
*“Auf dem gesamten Zuglauf“ klappt natürlich nur, wenn es die DB heute mal schafft, den Zug mit nicht allzuviel Verspätung nach Basel zu bringen. Ich halte die Wahrscheinlichkeit dafür für recht gering, dank der allgemeinen Betriebssituation der letzten Tage und der Baustelle Düsseldorf - Köln.
Aber was meint ihr?
Zug fährt bis Zürich
20%
Ende in Basel
55%
Ende schon vor Basel (wegen irgendwas)
25%
Poll ended at .
Hamburg verlassen wir immerhin pünktlich und das Wetter passt auch!
Dortmund ist erreicht. Ankunft mit +10. Jetzt geht es also los mit den Verspätungen. Münster hatten wir noch pünktlich erreicht (klappt bei den Zug auch nicht immer), dort dann die Haltezeit um 5 Minuten überschritten (Grund mir unbekannt). Und dann kommt die eingleisige Strecke MS - Lünen, auf der die Regionalbahnen verspätet sind, weshalb weitere Verspätung durch verlegte Kreuzung und des verspäteten vorausfahrenden Zuges bekommen haben. Es zeigt sich wieder, wo die Probleme der Instabilität der Eisenbahn in Deutschland liegen. Es ist die völlig überlastete Infrastruktur und der Domino-Effekt.
Fahrt durchs Bergische Land und dann in Köln über den Rhein
Dann nochmal schön mit dem Panoramawagen den Rhein entlang. Unser Verspätung steigt. Zwar kommen wir vergleichsweise gut durch (Lob an die Disposition), aber an jedem Bahnhof gibt es eine deutliche Überschreitung der planmäßigen Haltezeit, weil das Ein- und Aussteigen der vielen Fahrgäste (teils mit Fahrrädern) eben weit mehr Zeit beanspruch als vorgesehen. Die fahrplanmäßigen Haltezeiten sind schlicht unrealistisch. Dafür haben wir einen wunderbaren Zugchef, der offen und ehrlich mit tollen Durchsagen informiert und dadurch für eine entspannte Stimmung im Zug sorgt.
Letztes Bild vom Rhein. Bis Mainz hat sich unsere Verspätung auf knapp 30 Minuten vergrößert. Hier stehen wir länger am Bahnsteig wegen einer vorausgegangenen Störung auf der Strecke nach Frankfurt stapeln sich die Züge. Zigfach halten wir auf offener Strecke. Offenbar wegen Bauarbeiten fahren wir nicht direkt nach Mannheim über Worms, sondern über Groß Gerau und die Riedbahn. Verspätung in Mannheim: 67 Minuten. So kommt eines zum anderen. Das Problem bleibt die Infrastruktur, zu häufige Störungen und fehlende Ausweichstrecken. Das Personal auf dem Zug gibt sein Bestes ist ist top!
Der Schwarzwald rechts von uns, die Verspätung beträgt rund 80 Minuten. Unklar scheint, ob der Zug in Basel endet. DB Zugchef sagt das zwar seit Karlsruhe an, online steht aber nach wie vor, der Zug würde mit Verspätung bis Zürich geführt. Da sagt auch die SBB-App, die einerseits einen Ersatzzug zur normalen Zeit anzeigt, andererseits (samt geändertem Abfahrtsgleis) die Weiterführung unseres Zuges nach Zürich. Das ist nicht ganz unplausibel, habe ich schon mehrfach (gerade am WE) erlebt.
So ist es dann auch, wie mittlerweile auch der DB Zugchef erfahren hat, es geht ab Basel weiter nach Zürich. Glück gehabt. So kann ich den Zug wirklich auf voller Länge fahren.
Die Fahrt bis Zürich verläuft dann bei nicht mehr so schönem Wetter recht zügig und mit einer guten Stunde Verspätung ist der Zielort des Zuges tatsächlich erreicht. Das hätte ich echt nicht gedacht, dass es klappt.