Es gibt kein „KI-DSGVO-Dilemma“.
Es gibt ein „KI-Dilemma“.

Das Recht stößt nicht an technische Grenzen.
Die Technik stößt an rechtliche, ethische, moralische und ökologische Grenzen.

Ich bin es so fucking Leid, diese als Jura getarnte Business-Promoter zu sehen.

@malteengeler @amoni Das Problem ist, dass niemand richtig versteht, wie ein neuronales Netzwerk gelerntes abspeichert. Niemand weiß wirklich, wie man die Daten gezielt ändern kann. Niemand kann beweisen, dass Daten gezielt korrigiert werden.
Solange das nicht gelöst ist, bedeutet das Gesetzt, dass eigentlich die Systeme nicht verwendet werden dürfen. Ich wäre nebenbei dafür genau dies zu tun. Der Einfluss auf die Gesellschaft ist zu groß und unberechenbar.
Leider ist der Geist schon aus der Flasche.
@malteengeler
Ich habe mir die Folge jetz auch noch angehört und kann deine Reaktion verstehen. So etwas kommt eben zustande, wenn Techniknerds Gesetzestexte und deren Auslegungen analysieren.

Ja, es ist technisch wohl nicht möglich Daten zu korrigieren oder zu löschen. Das glaube ich gerne.

Aber: Das Recht der Menschen auf Datenschutz ist eben auch kein Thema, dass erst seit der DSGVO vom Himmel gefallen ist.
Unternehmen der KI Branche, hätten sich auf diese nicht unbekannten Herausforderungen einstellen können und wahrscheinlich einen Weg finden können, wie man Datenschutz sicherstellen kann. Das wäre genau jetzt ein Wettbewerbsvorteil.

Die Branche ist ja momentan eh unter Druck, weil eben der Return-Of-Invest nicht so recht in Schwung kommt. Gesellschaftliche Akzeptanz ist für eine Technologie eben nicht unwichtig.

Vorhersehbar, keinerlei Mitleid meinerseits!

@amoni
@juergen @amoni @malteengeler
Genau das. Statistische Modelle mit DSGVO-relevanten Daten zu füttern und diese nutzbar zu machen, ist meiner Auffassung nach schon von der Idee her illegal.
@juergen @amoni @malteengeler ich hatte tatsächlich letztes Semester einen ganz interessanten Talk bei mir in der Uni, wo einer der Professoren vom Lehrstuhl Methoden vorgestellt hat, zu zeigen dass man nachweislich Trainingsdaten im Nachhinein entfernt hat (eben bspw. für Anträge auf Löschung wie sie bei sozialen Medien vorkommen können)
@nightoo @amoni @malteengeler Wenn das tatsächlich so ist, dann wäre ja alles gut und man könnte das Recht auf Vergessen und das Recht auf Berichtigung technisch mit akzeptablem Aufwand sicherstellen.
Warum nur wissen das die „Experten“ aus dem Blog nicht?
Kann natürlich auch sein, dass die Korrektur nur mit erheblichem Aufwand zu bewerkstelligen ist.
Ich bin auf die ersten Klagen gespannt.
@malteengeler verstehe das Problem nicht, in meinen Augen ganz einfach: Kann die KI Firma die Daten in ihrer KI nicht ändern oder entfernen, wie es das Gesetz verlangt, muss die Firma die KI löschen.
Kann die Firma bei der nächsten KI nicht sicherstellen die Gesetze einzuhalten wird auch diese KI gelöscht.

@CyberPunker
Ja! Frage mich auch nach diesem argumentativen Herumgehampel. Es ist rechtswidrig, die Daten weiter zu verwenden und die bislang angesammelten Datenmassen können tatsächlich (also faktisch) gelöscht werden!
Man hat ganz still oder heimlich eher US-amerikanische Haftungskonzepte in die europäische Diskussion eingeschleppt und alle tun so, als sei das ganz unproblematisch. Exemplarisch konnte man das schon bei Google Glasses sehen...

@malteengeler

@malteengeler Technik hat keine rechtlichen, ethischen, moralischen oder ökologischen Grenzen, nur physikalische. Den Menschen, die die Technik entwickeln oder einsetzen, müssen solche Grenzen gezeigt, gesetzt und dann durchgesetzt werden.

@malteengeler

Besonders dramatisch und innovationsfeindlich ist auch das "Flammenwerfer-StGB-Dilemma"

@malteengeler Du hast völlig Recht.
Trotzdem gibt es in der (jüngeren) Geschichte der Menschheit etliche ähnliche Beispiele, bei denen sich die Fantasie der Entwickler und Lobbys gegen die Vernunft, Nachhaltigkeit, Menschenwürde, Lebensbedingungen, ... regelmäßig durchgesetzt hat.
Deshalb befürchte ich, das hier das Selbe geschehen wird.

Beispiele:
- Bitcoin, Facebook, MS365, ...
- clever umgangene Sanktionen (wie LNG)
- geächtete Kriegsführung, Giftgas, Killerdrohnen, Waffenexport
- Pariser Klimaabkommen
- Nuklearclub und die "friedliche Nutzung"
- Gentechnik, Aggrargifte, Zusatzstoffe auf dem Teller
- Greenwashing von Flugreisen und Individualverkehr
- "Tierwohl" und Urwaldrodungen für Flugfleisch, Palmöl

Die Gemeinsamkeit ist Gier und Profit.
Das hat Zukunft, der Rest sind Kollateralschäden.

@malteengeler Warum vermischen alle KI, LLMs und Firmen wie Microsoft, OpenAI, Google, etc. miteinander?
LMStudio mit lokal laufenden Open Source Modellen sieht in DSVGO anders aus. KI in Medikamentenforschung, Werkstoffforschung noch Mal anders!
@malteengeler Fällt jemandem von euch hierzu eine gute Analogie zur Verdeutlichung und Erklärung ein, die in Optimalfall nicht auf Autos basiert? Also etwas wie "Autos können jetzt über Tempo 100 fahren, da stößt die StVO aber an ihre Grenzen"?
@malteengeler Der Löschpflicht kann man im Zweifelsfall immer nachkommen indem das gesamte Modell gelöscht wird. Dass das unbequem für den Betreiber des Modells ist, verhindert ja nicht die Anwendbarkeit des Rechts.

@malteengeler Eigentlich weder noch. Das sind so Denksportaufgaben.

Gibt furchtbare Sachen, die darf man nicht mit Menschen machen.

Schreiben wir die auf. Egal was, sowas darf nicht passieren.

Guck nach, hat nicht geklappt. Das Aufschreiben schon nicht!

Soll man jetzt selber wissen, dass das nicht okay ist, schlimme Dinge mit Menschen zu machen? Ach ja, soll man. Naja, immerhin haben wir Lebenswichtige Sachen und Studieren für die Täter bereit gestellt.. Was das für 1 System?

@malteengeler das problem ist nicht ki, sondern die die ki programmieren und erstellt haben. Ohne programmiererInnen würde es kein ki und damit auch keine probleme geben.

@malteengeler also ich weiss wie das geht. Modell wegschmeissen und ohne die beanstandeten Daten neu trainieren.

"aber das ist nicht realistisch"
- "na dann fragt vorher bevor ihr meine Daten missbraucht"

@gunstick @[email protected] Wobei stets zu bedenken ist, wenn diese, Deine Daten aus einer der sogenannten "sozialen" Plattformen, Diensten oder sogenannten Betriebssystemen wie z.B. Windows kommen, hast Du Deine Einverständnis mit Abnicken der EULA gegeben.