Ich war heute auch mal unterwegs und habe "Ritzenrebellen" markiert. Das sind Pflanzen, die sich unserem Asphalt und unseren Steinen zum Trotz in unseren Siedlungen breit machen - oft als Unkräuter bezeichnet. Im Rahmen der Aktion #Krautschau werden sie bestimmt und markiert - und damit der Wissenschaft geholfen.
Danke für die Inspiration, @FloraIncognita_DE #krautschau2024
@suvidu Wie wunderbar! Danke!
@FloraIncognita_DE @suvidu Schön auch, dass die Distel ausgerechnet neben dieser furchtbaren Steinwüste hervor kommt. 💪
@ulistopper
Ja, absolut! Da wurde vor ca einem Jahr eine ziemlich große Fläche als Parkplatz versiegelt - und langsam kommen die Ritzenrebellen durch 🙂
@FloraIncognita_DE
@suvidu @FloraIncognita_DE woran liegt es, dass manche dieser Pflanzen super in den kargen Ritzen gedeihen, aber nicht kultiviert/ angepflanzt im Beet? Zum Beispiel Portulak / Winterpostelein? #krautschau
@kueale
An den Ansprüchen der Pflanzen. Jede Art benötigt unterschiedlich viel Wasser, Licht, Nährstoffe, Platz etc., halt unterschiedlich viel mechanische Störungen oder Temperaturwechsel aus.
@FloraIncognita_DE
@kueale
Die Umgebung im Beet ist möglicherweise nicht optimal - zu nährstoffreich, zu viel Wasser, zu wenig direkte Sonne, ...
@FloraIncognita_DE
@suvidu @kueale Genau, Standortansprüche jeder Art. Ein Stichwort hier sind Ellenberg-Zeigerwerte. Die sind auch oft z.B. bei Wikipedia zu finden. Wenn Du Deinen Garten systematisch nach den Werten mal untersuchst kannst Du gut abschätzen, welche Wildpflanzen auch gedeihen könnten. - oder Du weißt dann, wo Du entsprechend den Boden ansäuern musst z.B.

@kueale @suvidu @FloraIncognita_DE Eine mögliche Antwort in solchen Fragen ist immer: Fehlende Konkurrenz. Der Vorteil von solchen kargen Standorten — für Pflanzen, die dort gedeihen können — ist dass es dort nicht viele andere Pflanzen gibt, die ihnen z.B. Nahrung oder Licht wegnehmen können.

Ob das auch in diesem Fall gilt, weiß ich aber nicht.

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The Guardian