Wieso stürmen die "Aktivisten" eigentlich die Tesla-Fabrik und nicht den Spargelhof Klaistow? Der verbraucht laut Umweltministerium 2x soviel Wasser wie Tesla.

Die PCK-Raffinerie in Schwedt verbraucht 25x so viel, die Müllverbrennungsanlage Premnitz liegt bei 50x und für Kohlekraftwerke der LEAG geht sogar noch mehr drauf.

Ich kann ja Elon Musk auch nicht leiden, aber so ein bisschen Realität würde der Protestbewegung auch nicht schaden. Aber Hauptsache Feindbilder. Seufz.

@timpritlove würde sagen, dass das strategisch gar nicht so dumm ist. Es geht ja nicht darum mit Blockaden an sich einen wirtschaftlichen schaden anzurichten sondern auch darum ein Zeichen zu setzen.
Individualverkehr ist einfach ein Feld wo es politisch noch viel zu gewinnen gibt, nicht jeder kann oder dürfte ein Auto haben. Es wird immer noch versucht den Leuten zu verkaufen, dass sie nur ein elektrisches fahren müssen und dann ist alles gut (und die meisten glauben das), aber das ist natürlich Quatsch wir brauchen kostenlosen, flächendeckenden ÖPNV und für Menschen die unausweichlich drauf angewiesen sind ein paar ganz wenige E-Autos die so lange halten wie Busse und keinen consumer scheiß.
Bei Braunkohle kann man der Klimagerechtigkeitsbewegung wirklich nicht vorwerfen, dass sie nicht genug getan hätte. Der Kampf ist zu Ende der Kohle "Kompromiss" ist geschlossen, da gibt es nichts mehr zu gewinnen.
Bei der Agra Industrie muss sich auch viel ändern, Spargelfelder wären gar nicht der schlechteste Vorschlag, aber Tesla ist auf jeden Fall auch ein top Ziel.
@blauertee Die verkopfte Argumentation kommt mit Sicherheit voll in der Breite der Bevölkerung an. Wie gesagt, ich hege keine warmen Gefühle für Tesla, aber am Ende ist ein E-Auto-Werk eher hilfreich und dazu sorgt es auch noch für Aufschwung in der Region. Da dann wieder so ein linkes Gezeter zu veranstalten, was sonst keiner checkt, bringt die Sache nicht voran. Genau so bekloppt wie Klimakleber.
@timpritlove @blauertee wer kennt ihn nicht, den breiten gesellschaftlichen Support für die Blockade eines Spargelhofs
@stk @timpritlove @blauertee Letztes Jahr gab es zumindest Boykottaufrufe gegen Spargelhöfe wegen ihrer modernen Sklaverei. Die sind aber tatsächlich sehr schnell wieder verstummt, und ich befürchte, das liegt nicht daran, dass sich die Arbeitsbedingungen dort verbessert hätten…
@timpritlove @blauertee Ick wees ja nicht, aber die mit denen ich geredet habe bisher kamen wir sehr wenig links vor. ¯\_(ツ)_/¯ Eher so verstahlt in alle Richtungen
@Tim Pritlove dass ein e Autowerk irgendwie hilfreich sein soll kann ich als Argumentation überhaupt nicht nachvollziehen. In den Niederlanden werden wieder Atomkraftwerke gebaut, woher soll in Zukunft der ganze Strom für den elektrischen Individualverkehr kommen?

@timpritlove @blauertee
Dreh den Spieß mal um.
Was würden die Leute sagen wenn 800 Leute den Spargelhof Klaistow sabotieren? Glaubst du die hätten die Sympathie der Leute? Oder PCK in Schwedt? Frag mal bei Habeck nach.

BTW, gehts bei #Disrupt nicht um Musk als Person, da verkennst du was.
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Mit Arbeitsplätzen zu Argumentieren, da hast du mit Kevin Kühnert das selbe Seminar besucht.

Demokratie. Linktip zum Bürgerumfrage in Grünheide neulich. https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2024/02/brandenburg-gruenheide-tesla-gelaende-erweiterung-buerger-befragung-ergebnis.html

Einwohner von Grünheide sprechen sich gegen Teslas Erweiterungspläne aus

Darf der E-Autobauer Tesla sein Werksgelände in Grünheide um weitere rund 100 Hektar erweitern? Nein, hat die Mehrheit der Einwohner der Gemeinde in einer Befragung entschieden. Doch das Votum ist letztlich nicht bindend.

@timpritlove ich glaub der zentrale Punkt ist eigentlich was @lontrachen meinte. Es gibt lokalen widerstand dem man sich anschließen kann. Dass ist das was den Erfolg einer Bewegung möglich macht. Dafür gibt es etliche Beispiele das prominenteste ist in DE ist wohl die Braunkohle im Rheinland. Wenn man da supportive unterwegs war musste man weder ein Ticket beim Busfahrer noch das Brötchen in der Bäckerei bezahlen. Und wenn "die kleinen Leute" die vor Ort betroffen sind hinter der Bewegung stehen und in diese miteinbezogen werden, macht dass das ganze viel besser vermittelbar.
Klar gäbe es ganz viele Dinge die auch blockiert gehören wo man "what about ..." sagen kann.