Ehrlich, ich kann dieses Gerede von "Entzauberung" der extremen Rechten nicht mehr hören. Götz Kubitschek, zentraler Akteur der Neuen Rechten – bei dem Höcke laut eigener Aussage gerne "geistiges Manna" tankt – hat vor einigen Jahren einen Artikel veröffentlich, in welchem er Strategien zur "Ausweitung der Kampfzone" skizziert. Der Titel des Texts lautete: "Selbstverharmlosung". 🧵
1. Gezielte Provokation im Grenbereich des "gerade noch Sagbaren und Machbaren" um neue "Gewohnheiten" zu schaffen – rechtsextreme Framings & Sprache sollen so in den Mainstream getragen werden.
2. "Verzahnung" der Fronten mit den "Truppen des Gegners", indem man etwa sprachlich gezielt auf Akteure aus dem "Establishment" verweist. So wird signalisiert, die eigenen Positionen seien ja gar nicht so extrem und politische Gegenspieler sollen darin behindert werden, Gegenposition zu beziehen, weil sie dadurch schließlich nicht wissen könnten, ob es "nicht auch die eigenen Leute trifft". Fakt ist: Diverse Politiker:innen insbesondere Union bieten hier geradezu Steilvorlagen.

3. Als wichtigstes Ziel wird das "Einreißen emotionaler Barrieren" aufgeführt. Sprich: Man will raus aus der "Igitt"-Ecke. Und die Präsenz in großen Medien, die nicht als rechtsextrem eingeordnet werden, dient meiner Ansicht nach vor allem diesem Ziel.

Als hätten wir nichts aus den Debatten der letzten Jahren gelernt... es ist einfach nur noch frustrierend.🙄

@kattascha
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pdf der Druck­fas­sung aus Sezes­si­on 79/August 2017 Meta­po­li­tik ist ein Weg auf einer schma­len Gip­felli­nie. Auf bei­den Sei­ten dro­hen Abgrün­de. Vor­an geht es nur auf einem »Mit­tel­weg«, der stän­dig neu ertas­tet wer­den muß. Dar­aus erge­ben sich eini­ge Para­do­xien. Zwei davon möch­te ich in die­sem Text vorstellen. Das ers­te ist das soge­nann­te Poli­ti­cal Iden­ti­ty Para­dox und […]

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