Eine neue Studie über die #Antarktis wurde in Nature Journal veröffentlicht.

Es geht dabei um den Antarktischen Zirkumpolarstrom (Antarctic Circumpolar Current, #ACC) - der schnellsten und vermutlich wichtigsten Strömung im Klimasystem der Erde:

Sie beschleunigt sich - und das ist nicht gut!

In der Studie wurde die Beziehung des AAC zum Klima der letzten 5,3 Millionen Jahren kartografiert.

40 Wissenschaftler*innen aus einem Dutzend Ländern waren beteiligt.

Die wichtigsten Findings: ⤵️

Während vergangener natürlicher Klimaschwankungen bewegte sich die Strömung im Tandem mit der Erdtemperatur, verlangsamte sich in kalten Zeiten und nahm in warmen Zeiten an Geschwindigkeit auf. Diese Beschleunigung begünstigte große Eis-Verluste in der Antarktis.
Dies deutet darauf hin, dass sich die heutige Beschleunigung mit der vom Menschen verursachten Erderhitzung fortsetzen wird. Folgen: Schnellerer Eisverlust in der Antarktis, Meeresspiegelanstieg, und die Fähigkeit des Ozeans, CO2 aus der Atmosphäre aufzunehmen, wird gehemmt.

Der AAC ist die mächtigste, schnellste und "wohl die wichtigste Strömung im Klimasystem der Erde", sagte Gisela Winckler, Geochemikerin am Laboratorium der Columbia University, welches die Expedition zur Entnahme von Sedimentproben leitete.

Die Studie "deutet darauf hin, dass der Rückzug oder Kollaps des antarktischen Eises mit einer verstärkten ACC-Strömung verbunden ist, ein Szenario, welches wir heute im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung beobachten" (Winckler).

Wissenschaftler haben beobachtet, dass die Winde über dem Südlichen Ozean in den letzten 40 Jahren um etwa 40 % zugenommen haben.

Dies hat unter anderem den ACC beschleunigt und große Wirbel in ihm angeregt, die relativ warmes Wasser aus den höheren Breiten in Richtung der riesigen schwimmenden Schelfeise der Antarktis bewegen, welche wiederum die noch größeren Gletscher im Inneren zurückhalten.

In Teilen der Antarktis, vor allem im Westen, fressen diese warmen Gewässer die Unterseiten der Schelfeise auf - dies ist der Hauptgrund für deren Schwund, nicht die Erwärmung der Lufttemperatur.

"Dieser Eisverlust kann auf einen verstärkten Wärmetransport nach Süden zurückgeführt werden", sagte der Hauptautor der Studie, Frank Lamy vom deutschen Alfred-Wegener-Institut."

"Ein stärkerer ACC bedeutet, dass mehr warmes, tiefes Wasser die Schelfeiskante der Antarktis erreicht".

Durch eine Reihe komplexer Prozesse absorbieren die Ozeane rund um die Antarktis derzeit 40% des Kohlenstoffs, den der Mensch in die Atmosphäre einbringt. Es ist unklar, ob die Beschleunigung der ACC dies beeinträchtigen wird, aber einige Wissenschaftler befürchten dies.

Key Ocean Current Contains a Warning on Climate

A new study shows that a giant current circling Antarctica has speeded up during past warm periods, eating away at the polar ice. It's doing it again now.

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