Liebes Fediverse, ich brauche eure Power: Bitte lest, verlinkt & teilt fleißig:👐

Ich schreibe meine Masterarbeit über Digitalzwang und suche betroffene Menschen.

Kurzum: Wenn du Apps, Anwendungen, oder Geräte wie ein Smartphone nicht benutzt oder nicht nutzen kannst (oder wen kennst, der*die das tut) und du deswegen in deinem Alltag auf Hürden stößt oder von Sachen ausgeschlossen bist, dann würde ich mich freuen, dich als Interviewpartner*in zu gewinnen.

Schreib mir an [email protected] 📧

@ieke1312
30 jahre nach weiterentwicklung der kommunikation und verfügbarkeit von handlichen geräten dafür immernoch eine verweigerungshaltung zu praktizieren ist aber auch irgendwie das festhalten an der beleuchtung mittels kerzen im zeitalter vom elektrischen strom.

Das man in einer komplizierten gesellschaft nicht als einzelperson jahrzehnte gegen den gang der weiterentwicklung auf seiner position stehenbleiben kann ohne das sich daraus in dem kontext irgendwann auch nachteile ergeben liegt doch auf der hand.

Ich hoffe das wird nachher auch differziert betrachtet und nicht nur breit die opferrolle dargestellt, zeit zur Anpassung war ja genug, insbesondere im deutschsprachigen raum, während in ländern wie ukraine oder lithauen die verwaltung längst digitalisiert ist.

@gafu Danke für deine Anmerkung! Klar, die Gesellschaft als Allgemeinheit profitiert von Digitalisierung- ich ja offensichtlich auch.
Mir geht es bei dem Thema nicht die um sture Status Quo Haltung, sondern um eine inklusive Lösung: Wie können wir alle mitnehmen, auch unsere Großeltern, die mit Onlinebanking überfordert sind, Personen mit körperlichen Einschränkungen.. (1)
@gafu (2)
und dabei die Frage: Wie digitalisieren wir? Wollen wir das Feld Google etc überlassen und unsere Daten gleich hinausschleudern?
Oder wollen wir eine selbstbestimmte Datenverarbeitung mit OS?
Die Haltung, die du vertrittst, ist begründet und klar, Verweigerung ist schlecht, so wie jedes veraltetes Fax-Gerät in einer deutschen Behörde.
@gafu (3) Aber wenn Menschen faktisch nicht in der Lage sind, eine Anwendung nicht zu nutzen, weil sie einfach nicht mitbedacht wurden, haben wir als Gesellschaft etwas geundlegend falsch gemacht.
Zusätzlich widerspricht ein Digitalzwang dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung, wenn ich nicht entscheiden kann, wie meine Daten verarbeitet werden.
Ich bin eine Verfechterin des Rechtsstaats und sehe ihn durch solche Lösungen angegriffen.

@ieke1312
Es bleibt eben immer die fragestellung wie weit "nicht können" und wie weit "nicht wollen" geht.

Wenn man die WhatsApp Enkelbildertauschgruppen der rentnergenerationen so sieht, scheints ja dann mit etwas wollen doch zu klappen. Wenn dann diese personengruppe überschneidungen mit der gruppe "kann onlinebanking nicht", hat es vielleicht auch mit dem fehlenden persönlichen interesse zu tun.

Das thema ist komplex, weil einem dann auch der gang nach draußen fehlt.

Ich hab im bekanntenkreis von verweigerungshaltung bis "habe schon vor 25 jahren mit isdn onlinebanking gemacht". Beruflich fallen mir mehr die verweigerer auf, aber das bringt wohl die tätigkeit als versorgungstechniker so mit sich.

Viel erfolg!

@gafu @ieke1312
Du hast schon Recht, ich habe auch oft mit „Technikern zu tun, die Angst vor Technik haben“.

Ich denke aber oft ist es gar nicht Angst vor Technik, sondern einfach schlechte Technik. Ich würde sehr sehr gerne die App der Bahn z.B. benutzen, aber sehe nicht ein daß bei etwas für das ich sogar noch bezahle so eine Datensammlung betrieben wird. Wenn das so notwendig ist gibt es andere Lösungen, ein opt in z.B.
Digitalisierung geht anders.