Ein LKW fährt ins Stauende einer Bauerndemo, der Fahrer stirbt.

In Brüssel brennen Barrikaden.

Leichtverletzte in Brandenburg, nachdem Bauern im Dunkeln (!) Mist auf der Fahrbahn verteilt haben (!!).

Aber Leute, die sich auf eine Straße kleben, sind ein Problem?

Es zeigt sich jetzt sehr deutlich, was damals schon klar war:

Es ging nie um die Protestform der Letzten Generation, sondern immer ums Thema und auch ums Milieu, das da demonstrierte.

Leute hassen die Klima-Streber, weil sie wissen: „Die wollen, dass ich mein Leben ändere"

Leute lieben die Bauern, denn: „Die produzieren mein Essen.“

Wenn es nur so einfach wäre!

@grimm Ich glaube, du machst hier den Fehler, den Zwischenschritt zwischen was passiert ist und “den Leuten” zu vergessen. Die Kontextualisierung passiert ja nicht einfach in den Köpfen der Leute. Sie passiert v.a. in der Presse.
@cweickhmann Wahr und falsch zugleich! Denn Presseleute, die ihre Leser kennen, wissen genau, welchen Ton sie anschlagen können/müssen
@grimm Hmmm, ich breche mal die Lanze für die Blödleser: ich glaube, sie wollen das nicht unbedingt. Ich glaube, ganz abwertend, dass sie das mit sich machen lassen. Und dass die, die hier die Zügel in der Hand halten, in den Redaktionsräumen sitzen.
@cweickhmann @grimm dessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe. Die allermeisten hängen noch von fossilem Geld ab, so wie die meisten Medien.
@cweickhmann @grimm Na ja, bei den Bauernprotesten muss sich kein Leser, der nicht in der Bundesregierung sitzt, angesprochen fühlen. Zudem kann man sich gut mit Menschen solidarisieren, die nicht mehr Steuern zahlen wollen und dann auch noch so eine wichtige Aufgabe im Land haben. Klimaprotest fordert hingegen Maßnahmen, die die Leser direkt betreffen, wie Tempolimits, Verbrennerverbot oder mehr Windräder. Da fühlt man sich schon mal in seinem Lebenswandel angegriffen.
@cweickhmann @grimm dies ist keine Kontextualisierung sondern Framing
@grimm dabei ist es denn Bauern völligst egal für wem, und wie, die produzieren. Fast alles aus meiner Heimat (Niederlande) wird nach Skandinavien, Grossbritannien, und USA exportiert, und die Bauern bedienen sich von die gleiche Rhetorik. Es ist reiner Fascho-Bullshit was die von sich geben. Glaub die kein Wort!

@mark @grimm

Kurze Nachfrage: weil sie da mehr Geld bekommen?

Ähnlich wie im Goldenen Zeitalter: beste NL-Produkte (damals: Butter) werden in das Ausland exportiert?

@wikinaut @grimm richtig. Geld ist, und war schon immer, der ausschlaggebende Faktor. Nix mit 'gutes' tun wollen, oder die Bevölkerung ernähren, oder so was. Die verkaufen uns wortwörtlich das Land unter die Füße weg.
@grimm Dabei produzieren manche Bauern Schweinefleisch mit Subventionen, dass von ausgebeuteten migrantischen Arbeitern geschlachtet wird und dann in alle Herren Länder Exportiert wird, während die Scheiße hier ins Grundwasser sickert.

@grimm Es gibt ein Potential von 80 Millionen Deutschen, die sich an Straßen festkleben könnten. Aber nur sehr wenige mit Traktoren.

Für die Reichen stellen daher die Klimakleber die größere Bedrohung durch das Volk dar.

@grimm Wer sagt denn, dass die Krawall-Bauern beliebt sind? Ich denke, es gibt sehr viel Wut auf die und Wut auf die Heuchelei der Union, aber die Medien wagen es nicht, das rechte Narrativ ernsthaft in Frage zu stellen.