Es wird ernst. SPD und CDU stehen in den Startlöchern, um das Tempelhofer Feld zu bebauen: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2024/02/berlin-tempelhofer-feld-randbebauung-volksentscheid.html

Schreibt ihnen, was ihr davon haltet! Fragt sie, wie sie dazu abstimmen werden! Sagt ihnen, dass ihr sie nicht wieder wählen werdet, wenn sie den Volksentscheid umstoßen! https://thf100.de/files/abgeordnetenFormular/form.html

Verein übt Kritik an Diskussion um Randbebauung am Tempelhofer Feld

@thf100 ernst gemeinte Frage: ich verstehe ja, dass Menschen Angst haben, dass die letzten Freiräume in einer Großstadt zu gebaut werden. Aber mich würde wirklich mal interessieren, wie man dann mit dem Thema Wohnungsnot und hohe Mieten umgehen möchte, wenn man hier noch nicht mal einer Randbebauung zustimmt. Die ist ja auf den ersten Blick ein Kompromiss. Freue mich über sachliche Antworten.!
@Filibuster @thf100
Gerne:
• Gegen hohe Mieten gibt’s wirksamere Instrumente als Neubau.
• Wohnungsnot kann auf einer Vielzahl an ebenso *verfügbaren* Flächen begegnet werden. Dafür braucht es keine #Randbebauung.
• Die erneute Diskussion um das #TempelhoferFeld hat auch etwas mit dem Demokratieverständnis und der Akzeptanz von Volksentscheiden zu tun.
• Eine Randbebauung wird eine Einschränkung der Nutzung des Feldes nach sich ziehen: im Alltag und bei Großveranstaltungen.
@midor @Filibuster @thf100 was den Volksentscheid betrifft, klar, da bin ich bei dir. Mir ging es eher mal um die grundsätzliche Frage. Aber: es gibt offenbar in vielen Städten (auch Berlin) mehr Bedarf an Wohnungen als bestand. Wenn irre viele leer stünden, wären die Mieten niedriger. Das regelt der Markt eben schon. Schau mal zb nach Nordbayern ider in den kyffhäuserkreis, da siehst du es auch. Wenn es so viele Freiflächen gibt, warum baut dann da keiner?
@Filibuster @Filibuster @thf100 Dann gerne etwas detaillierter zum zweiten meiner Punkte:
Dass ein Wohnungsangebot über der Nachfrage wenn auch wirksames kein in den nächsten Jahrzehnten realistisches Szenario für Berlin ist, dem stimmst Du mir sicherlich zu.
Dass keiner (nirgendwo) baut, stimmt ja auch nicht — es wird viel gebaut, mehr wäre möglich und insbesondere zwischen den Bezirken gibt’s große Unterschiede.
Dass wiederum einige Akteure das Bauen
@Filibuster @thf100 einstellen oder zurückfahren, hat wirtschaftliche als auch politische Gründe.
Zum aktuellen #Stadtentwicklungsplan Wohnen hier ein kurzer Artikel: https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/politik/beitrag/2024/02/berlin-wohnen-neue-wohnquartiere-neubau-stadtentwicklungsplan.html
Berliner Senat will acht neue Wohnquartiere ausweisen

@Filibuster @midor Der Markt würde das erst nach Kollaps der großen Vermieter regeln, das will wohl niemand... Wenn man mit dem Zweck der Vermietung Mietraum hat, schadet es, wenn er leer steht, aber wenn das Ziel Profit ist, dann nicht unbedingt - man kann ihn angesichts eines verknappten Marktes und steigender Mieten noch teurer weiterverkaufen, gegen ihn Hypotheken aufnehmen oder den Aktienwert des Unternehmens hochsetzen...
Gleiches gilt für Bauland, deswegen haben wir so viel Bauüberhang.
@midor @Filibuster
"Randbebauung" ist ein Marketingbegriff, der die Dimensionen der Pläne verbirgt. Die bauliche Erschließung würde ein Vermögen kosten, das lohnt sich nicht für nur ein bisschen Bauen.
Die alten Bebauungspläne wären größer gewesen als der Potsdamer Platz, und wenn über neue geredet wird, sind sie noch größer.
Alle Projekte, Gärten, Bäume, Sport, Spielflächen, fast alle Nutzung passiert auf den Randflächen. All das müsste zusammenrücken und in Konflikt zum Naturschutz geraten.
@Filibuster @thf100 Meinem Verständnis nach gibts die Wohnungen schon, es kann sich bloß keiner leisten da einzuziehen. Die Lösung ist Immobilienhaie zu enteignen und Wohnraum zu vergesellschaften.
@31113 @Filibuster @thf100 ernsthaft? Wenn Nachfrage und Angebot keine Rolle spielen, weil es nur um die Rolle der Immobilienhaie geht, warum gibt es dann Regionen in Deutschland, wo Mieten halb so hoch sind wie in anderen Städten? Und warum sind das dann insbesondere die Gegenden, in denen viele Wohnungen mangels Nachfrage, leer stehen, schon mal darüber nachgedacht?
@Filibuster @31113 Eben weil es noch mehr Faktoren und Dynamiken gibt.

@Filibuster
Das hat so einen Bart, was Du schreibst! Beim Bauen geht es nicht um Wohnen für alle, schon gar nicht beim TF, sondern um Investitionsanlagen! Die Randbebauung ist nicht "Nur", sondern der Einstieg, den Kuchen anzuschneiden. Abgesehen davon gibt es genug Vorschläge, wo und wie gebaut werden könnte. Das Klima ist Dir auch Scheiß egal. Bist Du überhaupt an sachlicher Diskussion interessiert?

Weißt Du was ich machen würde? Nur noch gemeinnütziges Bauen erlauben und mit den gemäßigten Mieten die Häuser finanzieren, statt Investoren fett füttern. Die Mieten im abbezahlten Altbau könnten danach sogar noch weiter sinken.

Wo? Es gibt immer noch Baulücken und massig Flachbauten und Parkplätze, die sogar überbaut werden könnten. Außerdem müssen wir gerade in der Stadt auf weniger Autos kommen. Der ganze Wahnsinn mit Dreck (Reifenabrieb haben auch E-Autos) und Versiegelung kann nicht elektrisch weitergehen. Es kann nicht alles so bleiben, wie es gerade ist und gleichzeitig besser werden.

Wir müssen den gesamten Ressourcenverbrauch auf ein klimaverträgliche Maß runter schrumpfen. Wenn nicht, verrecken wir langfristig halt. Dazu gehört auch, so viel Grün wie möglich erhalten, statt immer weiter alles versiegeln.

@thf100

@vegos_f06 @thf100 @Filibuster was die Umweltaspekte betrifft, bin ich völlig bei dir. Aber das ist eine andere Diskussion. Die ideal Lösung wäre, dass die Leute dorthin ziehen, wo es Wohnungen gibt, die zum guten Teil auch leer stehen. In einer anderen Antwort habe ich den Kyffhäuserkreis und Nordbayern mal erwähnt als Beispiele. Und ich sehe auch, dass es mehr sozialen Wohnungsbau braucht. Nur glaube ich nicht daran, dass der Staat alles selber machen…
@vegos_f06 @thf100 @Filibuster kann das ging schon so oft schief. Ich will auch den Bürgerentscheid um Gottes willen nicht infrage stellen, ich habe mich immer nur schon von vornherein gefragt, warum man sich so vehement gegen neue Wohnungen wehrt. Die Debatte ging ja nie darum, dort möglichst sozial und ökologisch zu bauen, sondernüberhaupt zu bauen.
@Filibuster @vegos_f06 Genau. Und die Antwort war, dass Berlin nicht will, dass auf dem Feld überhaupt gebaut wird. 😉
@vegos_f06 @Filibuster
(Bitte freundlich bleiben!)
Auch ist die Politik (also gemeinnütziges Bauen) mit der privaten Bauwirtschaft verwoben. Signa am Hermannplatz, Groth und Andreas Geisel, Wegener und Gröner.... Als Bürgermeisterin erzählte Giffey (SPD), dass 30% billige Wohnungen in Projekten "ein Zuviel an sozialen Porblemen an einem Ort" sei, unser aktueller Bausenator (SPD) sieht Hochpreis zu bauen als Lösung für Mietenprobleme und will auch Landeseigenen die Miete erhöhen.

@Filibuster @thf100 „In Berlin gibt es Flächen zum Bau von 249.000 Wohnungen – und damit genug Potenziale, um den ermittelten Neubaubedarf von 222.000 Wohnungen bis zum Jahr 2040 zu decken. Das geht aus dem Entwurf für den Stadtentwicklungsplan Wohnen (Step Wohnen) 2040 hervor, der der Berliner Zeitung exklusiv vorliegt. Dabei ist eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes noch gar nicht berücksichtigt.“

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/exklusiv-hier-sollen-in-berlin-eine-viertelmillion-wohnungen-gebaut-werden-li.2188220

Das Tempelhofer Feld zu bebauen scheint eher eine Obsession zu sein.

Exklusiv: Hier sollen in Berlin eine Viertelmillion Wohnungen gebaut werden

Der Entwurf zum Stadtentwicklungsplan Wohnen weist Grundstücke für etwa 249.000 Wohnungen in Berlin aus – auch ohne das Tempelhofer Feld.

Berliner Zeitung
@glamcode @Filibuster @thf100 danke für den Hinweis, genau auf sowas habe ich gewartet. Der Volksentscheid ist durch und sollte respektiert werden, ich frage mich dann halt, warum man nichts dafür tut, dass die möglichen Wohnungen auch gebaut werden. Aber das ist eine völlig andere viel größere Diskussion.
@glamcode @Filibuster keine Obsession - die Baugier richtet sich aufs Tempelhofer Feld, weil es Innenstadtlage und damit extremes Hochpreissegment wäre.
Die SPD und CDU scheint vor allem zeigen zu wollen, dass die Leute sich wieder aus der Politik raushalten sollen und Volksentscheide nichts wert sind.
@Filibuster
Da gäb's viel zu sagen! Deine Trennung ist richtig: Wohnungsnot und zu hohe Mieten sind verschiedene Probleme. Berlin krankt an letzterem. Daher rettet nur Neubau nicht. Der krankt auch nicht an zu wenig Baufläche, sondern profitorientiertern Bauherren, die lieber mit strategischem Leerstand den Bedarf hochtreiben und mit Baugrundstücken spekulieren, statt zu bauen. Der Stadtentwicklungsplan sieht Raum für 200.000 Wohnungen OHNE Feld, und wir haben einen Bauüberhang von 50.000.