Es ist richtig, Plagiate von Dissertationen etc aufzuspüren und anzuprangern. Aber hier wurden boshaft ein paar lässliche Zitierfehler zu einer Fälschung aufgeblasen, im Auftrag des rechten YouTubers Julian Reichelt; und das hat einen Menschen um die Existenz gebracht.
https://www.falter.at/zeitung/20240208/die-grenzen-des-plagiatschecks
Die Grenzen des Plagiatschecks

Was wir aus der Analyse von Alexandra Föderl-Schmids Dissertation durch den "Plagiatsjäger" Stefan Weber wirklich lernen können.

@sixtus Die Plagiatsaffären sind die Spitze des Eisbergs eines kaputten Systems der Elitebildung.
Der Doktortitel sollte eine wissenschaftliche Auszeichnung sein. Relvant nur für Karrieren in der Wissenschaft. Der Titel sollte nicht chic sein. Was macht einen Politiker oder Manager besser, wenn er mal ein bisschen geforscht hat?

Unter diesen falschen Anreizen bietet sich die Schlamperei geradezu an.

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@sixtus Doch die Universitäten haben viel zu lange auf Selbstverpflichtung der Wisschenschaftler gesetzt. Auf einen Ehrenkodex. Sie haben pagiieren lassen.

Wenn der ehemalige Forscher es dann irgendwann geschafft hat in die Öffentlichkeit zu rutschen oder sich Feinde zu machen, wird die Prüfung nachgeholt, teilweise Jahrzehnte später.

Nur Mord und Völkermord kennen im Strafrecht keine Verjährung. Und dort gilt die Unschuldsvermutung.

Durch und durch grotesk.
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@einfachnurRoland @sixtus im Besten Fall hat das "bisschen Forschung" sie nicht nur fachlich gebildet und geformt.

Das Versagen liegt auf Seiten der Institutionen, die bis heute keine Verantwortung für die Plagiatsfälle übernehmen oder merkliche Reformen eingesetzt haben.

Wo ist die Verantwortung der Prüfer:innen, Gutachter:innen, Betreuer:innen?

@sixtus danke fürs Teilen! Ziemlich krass. Ist ihr denn niemand beigestanden? Kann ja nicht so schwer sein, sowas mit etwas Hilfe geradezurücken, wie du hier ja grad bewiesen hast.